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21. Internationales Oder/Havel Colloquium: „Container und Regionentwicklung im Revier Oder/Havel/Elbe“

Podiumsdiskussion, Foto: IHK Ostbrandenburg

Sie finden hier den Colloquiumsbericht im PDF-Format und können ihn vollständig oder auch in Teilen herunterladen. Das 21. Oder/Havel-Collouium fand am 13.September 2017 in Schwedt statt.

Vorwort

Tagesordnung

Eröffnung + Begrüßung
Prof. Horst Linde / Stellv. Vors. des Vorstands
Gundolf Schülke / IHK Ostbrandenburg, Frankfurt (Oder)

Binnenschifffahrt im Fokus der Landespolitik
Kathrin Schneider / Ministerin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Potsdam

Containertransporte auf südschwedischen Wasserstraßen
Johan Lantz / Avatar Logistics AB, Norköpping

Containerumschlag in den Seehäfen Szczecin-Swinoujscie
Pawel Wac / DB Port Szczecin Sp.Z.o.o., Szczecin

EMMA Round Table: Containertransport im Ostseeraum – unterschätztes PotentialPodiumsdiskussion EMMA_Containertransport im Ostseeraum – unterschätztes Potenzial
Ministerin Kathrin Schneider / Potsdam
Johan Lantz /Norköpping
Pawel Wac / Szczecin
Gunnar Platz / PLANCO Consulting GmbH, Essen – Moderation
Boris Kluge / Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen, Berlin
Robert Radzimanowski / IHK Ostbrandenburg, Frankfurt (Oder)

+ Container westlich der Oder +

Container im Raum Berlin
Björn Tiemann / Konrad Zippel Spediteur GmbH & Co. KG, Hamburg

Container im Raum Königs Wusterhausen
Michael Fiedler / LUTRA GmbH Hafen Königs Wusterhausen-Wildau

Container im Raum Schwedt + Nordost-Brandenburg (1)
Annekathrin Hoppe / Erste Beigeordnete der Stadt Schwedt / Oder                 

Container im Raum Schwedt + Nordost-Brandenburg (2)
Dr. Felix Lösch / LEIPA Logistik GmbH, Schwedt

+ Container östlich der Oder +

Erfahrungsbericht von der Weichsel
Stanislaw Wronski / Urzad Marszalkowski Wojewodztwa Kujawsko-Pomorskiego, Torun

+ Infrastruktur für Container +

Wasserstraßen für Containertransporte zwischen Elbe und Oder
Rolf Dietrich / Wasserstraßen-Neubauamt Berlin

Häfen und Güterverkehrszentren im Revier Oder/Havel/Elbe
Martin Heiland / Infrastruktur- und Projektplanungs GmbH, Potsdam

Binnenschiffe für Containertransporte auf den Wasserstraßen im Revier Oder/Havel/Elbe
Marvin Beier / Stud. TU Berlin (Masterarbeit)

Zusammenfassung + Schlusswort
Gerhard Ostwald / Vors. Oderverein, Berlin

Teilnehmerverzeichnis

Vollständiger Bericht (12 MB)

Einladungsflyer deutsch

19. Internationales Oder/Havel-Colloquium: „Wassertourismus zwischen Elbe, Oder und Ostsee – Stand und Perspektiven“

Neue Marina in Stettin Foto: RR

Neue Marina in Stettin Foto: RR

Sie finden hier den Colloquiumsbericht im PDF-Format und können ihn vollständig oder auch in Teilen herunterladen. Das 19. Oder/Havel-Collouium fand am 24.Juni 2015 in Berlin statt.

Vorwort

Tagesordnung

Eröffnung + Einführung
Gerhard Ostwald / Vors. des Vorstands

Grußwort
Christian Wiesenhütter / IHK Berlin

Vorträge (1)
Bedingungen des Wassertourismus in Deutschland aus der Sicht der Wasserstraßenverwaltung des Bundes
Detlef Aster / Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt,
Bonn / Würzburg

Neue Impulse für grenzüberschreitenden deutsch-polnischen Wassertourismus
Stefan Zierke MdB / Deutscher Bundestag, Berlin
Podiumsdiskussion „Was muss jetzt für den Wassertourismus getan werden?“
Martin Linsen / Ministerium für Wirtschaft und Energie, Potsdam

Wassertourismus in Polen – Stettiner Haff + Untere Oder + Ostsee
Dr. Zbigniew Zbroja / Grenzüberschreitendes Cluster, Szczecin

Podiumsdiskussion „Was muss jetzt für den Wassertourismus getan werden?“
Moderation Robert Radzimanowski
Detlef Aster + Stefan Zierke + Martin Linsen + Dr. Zbiniew Zbroja +
Harald Kuhnle / Kuhnle-Tours, Rechlin/Müritz

Vorträge (2)
Wassertourismus zwischen Elbe + Oder + Ostsee – Reviere + Möglichkeiten + Erscheinungsformen
Prof. Horst Linde, Berlin

Bericht zur Studie „Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus in Berlin und Brandenburg“
Barbara Nitsche / IHK Potsdam
+ Matthias Wedepohl / Projekt M GmbH, Berlin

Ausflugsschifffahrt auf der Oder
Agnieszka Zdziabek- Bollmann /
Projekt Oder für Touristen 2014, Nowa Sol + Frankfurt (Oder)

Das Peenetal – eine Flusslandschaft im Oder-Delta
Martin Schröter /
HOP Transnationales Netzwerk Odermündung e.V., Wolgast

Schifffahrt auf der oberen Oder und dem Gleiwitzer Kanal
Jan Szefer / Stowarzyszenie Port Jachtowy Krapkowice

Grenzüberschreitender Charterbootverkehr
Harald Kuhnle / Kuhnle-Tours GmbH, Rechlin/Müritz

Aktuelle Entwicklungen im Bereich des Finowkanals
Prof. Hartmut Ginnow-Merkert / Unser Finowkanal e.V., Eberswalde

Schlusswort
Horst Linde, Berlin

Teilnehmerverzeichnis

Vollständiger Bericht ( 32 MB)

Veranstaltungsflyer

18. Internationales Oder/Havel-Colloquium: Fertigstellung des Schiffshebewerks Niederfinow: „Neue Perspektiven für die Schifffahrt auf der Havel-Oder-Wasserstraße“

Zwei Schiffshebewerke in Niederfinow Foto: Burghard Seibold

Zwei Schiffshebewerke in Niederfinow Foto: Burghard Seibold

Sie finden hier den Colloquiumsbericht im PDF-Format und können ihn vollständig oder auch in Teilen herunterladen. Das 18. Oder/Havel-Collouium fand am 24. September 2014 in Liepe statt.

Vorwort

Tagesordnung

Eröffnung + Einführung                                                                  
Gerhard Ostwald / Vorsitzender des Vorstands

Vorträge (1)
Wasserstraßen der Oder/Havel-Region –
Neue Akzente der Verkehrspolitik in Deutschland und Polen

Moderation: Jochen Brückmann / IHK Berlin

Robert Schumann / Ministerium für Verkehr und Landwirtschaft, Potsdam
Wasserstraßen der Oder/Havel-Region – Neue Akzente der Verkehrspolitik des Bundes, des Landes und der EU

Dr. Julius Menge / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin

Schifffahrt und Wasserstraßen in der Spree/Oder/Havel-Region – Neue Akzente (?!)

Podiumsdiskussion Regionalentwicklung und Binnenschifffahrt
Moderation: Gerhard Ostwald
Teilnehmer:
Dr. Zbigniew Miklewicz / Szczecin and Swinoujscie Seaports Authority, Szczecin
Robert Schumann / MIL Potsdam
  
Dr. Julius Menge / SenStadtUm, Berlin

Vorträge (2)

Rolf Dietrich / Wasserstraßen-Neubauamt Berlin
Konzept und Bau des neuen Schiffshebewerkes Niederfinow

Hans-Jürgen Heymann / Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde
Sonstige Ausbaumaßnahmen an der Havel-Oder-Wasserstraße

Diskussion

Vorträge (3)
Interessenlage der deutschen und europäischen Binnenschifffahrt

Dr. Dietmar Rehmann / HTAG Häfen und Transport AG, Hamburg
HTAG Häfen und Transport AG

Andreas Häfner / BEST Logistics, Stettin
Heavy Logistics At Its „BEST”

Vorträge (4)
Interessenlage der regionalen und überregionalen verladenden Wirtschaft

Annekathrin Hoppe / Stadt Schwedt
Industriestandort Schwedt/Oder

Dr. Felix Lösch / LEIPA Papier, Schwedt
Heavy Logistics At Its „BEST”

Lutz Wedegärtner / Remondis GmbH, Berlin
Projekt Altpapiertransporte Berlin – Schwedt / Eisenhüttenstadt

Vorträge (5)
Interessenlage der deutschen und polnischen Häfen

Dr. Zbigniew Miklewicz
Strategische Bedeutung der Oder für die Häfen Szczecin / Swinoujscie

Klaus-Günter Lichtfuß / Behala Berlin
BEHALA – Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH
Ihr Logistikdienstleister im Zentrum der Hauptstadtregion

Prof. Horst Linde / Stellv. Vors. des Vorstands
Schlusswort

Teilnehmerliste

Vollständiger Bericht ( 11 MB)

Veranstaltungsflyer

17. Internationales Oder/Havel-Colloquium: „Neue Impulse für die Schifffahrt auf dem Teltowkanal und der Spree-Oder-Wasserstraße“

Schleuse Kleinmachnow Foto: RR

Schleuse Kleinmachnow Foto: RR

Sie finden hier den Colloquiumsbericht im PDF-Format und können ihn vollständig oder auch in Teilen herunterladen. Das 17. Oder/Havel-Collouium fand am 05. Juni 2013 im Rathaus Teltow statt.

Deckblatt

Vorwort

Programm

Eröffnung + Einführung
Prof. Horst Linde / Stellv. Vors. des Vorstands

Vorträge
Moderation: Eberhard Theurer / Potsdam

Aktuelle regionalpolitische Interessenlage zu Schifffahrt und Wasserstraßen
in der Spree/Oder-Region

Volkmar Dögnitz / Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Potsdam
Dr. Julius Menge / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin

Aktuelle Interessenlage der regionalen verladenden Wirtschaft
Christian Ostendorf / IHK Berlin

Neuer Vorschlag für den Neubau der Nordkammer der Schleuse Kleinmachnow
Dietmar Raschmann / Weitblick – Verkehrsinfrastruktur, Wirtschaft, Logistik e.V., Königs Wusterhausen

Diskussion

Vorträge
Moderation: Gerhard Ostwald

Public Private Partnership – Neues Finanzierungsmodell für den Neubau der Schleuse Kleinmachnow – aus der Sicht von Theorie und Praxis
Martin Bock / FGL Handelsgesellschaft mbH, Fürstenwalde
Prof. Bernd Kochendörfer / TU Berlin

Nutzbarkeit einer vergrößerten Schleuse Kleinmachnow aus schifffahrtstechnischer Sicht
Karsten Lehmkühler / Reederei Ed-Line, Berlin

Neue Perspektiven für Containertransporte auf dem Teltowkanal
Oliver Bahro / TU Berlin

Aktuelle Interessenlage des Hafens Königs Wusterhausen in neuen schifffahrtstechnischen Entwicklungen in der Spree/Oder-Region
Reinhard Schuster / LUTRA GmbH, Königs Wusterhausen

Diskussion

Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik – Neue Impulse für die Schifffahrt in der Spree/Oder-Region
Dr. Manfred Wäsche / IHK Potsdam (Moderation)
Teilnehmer:
Gustav Herzog MdB, Berlin
Peter Schumacher / Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Potsdam
Martin Bock / FGL, Fürstenwalde
Michael Fiedler / LUTRA GmbH, Königs Wusterhausen

Schlusswort
Gerhard Ostwald / Vors. des Vorstands

Rundgang über die Schleuse Kleinmachnow
Führung: Gerrit Riemer / Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin

Teilnehmerverzeichnis

Gesamtbericht  (5,5 MB)        

Veranstaltungsflyer

16. Internationales Oder/Havel-Colloquium: „Hafenstandort Stettin /Swinemünde – Schnittstelle zwischen Ostsee und der Oder-Region“

Hafen Stettin Foto: RR

Hafen Stettin Foto: RR

Sie finden hier den Colloquiumsbericht im PDF-Format und können ihn vollständig oder auch in Teilen herunterladen. Das 16. Oder/Havel-Collouium fand am 06. – 07. September 2012 in Swinemünde statt.

6. Sept. 2012

Begrüßung + Einführung in das Programm
Gerhard Ostwald / Vors. des Vorstands
Prof. Horst Linde / Stellv. Vors. des Vorstands

Tagesordnung

Vorträge
Moderation: Prof. Horst Linde

Statement zu Perspektiven der polnischen Hafen- und Verkehrspolitik
Frau Iwona Strzezek / Ministerium für Verkehr, Bauen und Seewirtschaft der Republik Polen
(in Vertretung von Frau Vizeministerin Anna Wypych-Namiotko)
Strukturen und Tendenzen im Seeverkehr der südwestlichen Ostsee
Prof. Karl-Heinz Breitzmann / Ostsee-Institut für Marketing, Verkehr und Tourismus
an der Universität Rostock

Diskussion

Vorträge
Moderation: Gerhard Ostwald

Seehäfen Szczecin / Swinoujscie – Verkehrsbedeutung und Entwicklungsperspektiven
Dr. Wladyslaw Lisewski / Hafenverwaltung Szczecin-Swinoujscie / Hafenentwicklung

Anlagen und Aktivitäten des Seehafens Swinoujscie
Marek Trojnar / Hafenverwaltung Szczecin-Swinoujscie / Hafenentwicklung

Die Seehäfen Szczecin-Swinoujscie als Bindeglied zwischen Ostsee und Oder-Region
Frau Grazyna Myczkowska / Marschallamt Westpommern / Regionalentwicklung, Szczecin
(in Vertretung von Krzysztof Zarna)

Container in die Ostsee – per Feederverkehr oder Direktanlauf
Horst Linde / TU Berlin

Diskussion

Hafenrundfahrt MS „CHATEAUBRIAND“

7. Sept. 2012

Vorträge
Moderation: Dr. Dietmar Rehmann

Hinterland-Anbindung der Häfen Szczecin-Swinoujscie durch Binnenwasserstraßen – aus polnischer Sicht
Dr. Andrzej Kreft / Regionales Wasserwirtschaftsamt Szczecin

Fluss/Seeschiffe nach Schwedt/Oder – Relevanz für die Häfen Szczecin-Swinoujscie
Jan Hinrich Glahr / Glahr & Co, Potsdam

Logistik-Angebote am Hafenstandort Sczecin-Swinoujscie
Frau Monika Forys / BEST Logistics Sp. Z.o.o, Szczecin

Statement zur aktuellen Lage der Binnenschifffahrt in Ostdeutschland und Westpolen
Dr. Dietmar Rehmann / HTG Häfen und Transport AG, Hamburg

Diskussion

Vorträge
Moderation: Eberhard Theurer / Oderverein

Intermodale Bahntransporte nach Osteuropa
Peter Plewa / Polzug Intermodal GmbH, Hamburg

Fährschifffahrt und maritime Touristik in der Ostsee und der Oder/Havel-Region
Piotr Waszczenko / Unity Line, Szczecin

Wassertouristische Infrastrukturentwicklung – ein europaweites, mit Markenrechten geschütztes Hinweissystem „DIE GELBE WELLE“
Frau Katrin Reiche-Kurz / Tourismus-Verein Berlin-Treptow-Köpenick e.V., Berlin

Die Wiederherstellung der Karniner Brücke für die Bahnverbindung Berlin – Swinoujscie
Dr. Günther Jikeli / Aktionsbündnis Karniner Brücke, Heringsdorf

Ein virtuelles Transportmarktsystem für die südwestliche Baltik-Region
Dr. Jürgen Lange / HSFG Hamburger Sozialforschungsgesellschaft e.V. + Local Port Service GmbH, Hamburg

Zusammenfassung + Schlusswort
Gerhard Ostwald

Teilnehmerverzeichnis

Gesamtbericht (17 MB)

Veranstaltungsflyer

15. Internationales Oder/Havel-Colloquium: „Anspruch und Realismus in der Weiterentwicklung von Schifffahrt und Wasserstraßen in der Oder/Havel-Region“

Bauarbeiten Schleuse Kersdorf 2011

Bauarbeiten Schleuse Kersdorf 2011 Foto: RR

Sie finden hier den Colloquiumsbericht im PDF-Format und können ihn vollständig oder auch in Teilen herunterladen. Das 15. Oder/Havel-Collouium fand am 29. Juni 2011 in Potsdam statt.

Tagesordnung

Begrüßung / Eröffnung
Prof. Horst Linde / TU Berlin / Stellv. Vors. des Vorstands)
Gerhard Ostwald / Vors. des Vorstands)

Vorträge
Moderation: Reinhold Dellmann MdL / Potsdam

Interessenlage des Landes Brandenburg bei Nutzung der Wasserstraßen In der Oder/Havel-Region
Jörg Vogelsänger / Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg

Perspektiven der Binnenschifffahrt in Westpolen
Danuta Dominiak-Wozniak / Gesandte an der Botschaft der Republik Polen in Berlin

Investitionspolitik für die Wasserstraßen der Bundesrepublik Deutschland
Felix Stenschke / Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bonn

Nachfrage der verladenden Wirtschaft in Ostdeutschland und Westpolen
nach schiffbaren Wasserstraßen in der Oder/Havel-Region
(a) Klaus Kröpelin / IHK Ostbrandenburg, Frankfurt (Oder)
(b) Andreas Amberg / Saint Gobain Rigips, Brieselang
(c) Andreas Häfner / Best Logistics Sp.Z.o.o., Szczecin

Diskussion

Vorträge
Moderation: Prof. Janusz Zaleski / Wroclaw

Stand und Entwicklungsperspektiven der Bundeswasserstraßen in Ostdeutschland
Gerhard Schimm / Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost, Magdeburg

Stand und Entwicklungsperspektiven der Wasserstraßen im Bereich der unteren und mittleren Oder
Dr. Andrzej Kreft / Regionale Wasserwirtschaft Szczecin

Unterhaltungs- und Ausbaumaßnahmen an ausgewählten Bundeswasserstraßen
Hans-Jürgen Heymann / Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde

Diskussion

Vorträge
Moderation: Eberhard Theurer / Potsdam

Interessenlage der Häfen in der Oder/Havel-Region
Klaus-Günter Lichtfuß / Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft mbH, Berlin

Erfahrungen bei der Entwicklung südwest- und süddeutscher Wasserstraßen
Detlef Aster / Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd, Würzburg

Neue Perspektiven für Fluss/Seeschiffe nach Schwedt
Prof. Horst Linde / TU Berlin

Diskussion

Schlusswort
Gerhard Ostwald / Berlin

Teilnehmerliste

Gesamtbericht

Veranstaltungsflyer

14. Internationales Oder/Havel-Colloquium: „Entwicklung des Wassertourismus im Raum Oder/Havel/Warthe“

Wassertourismus Foto: RR

Wassertourismus Foto: RR

Sie finden hier den Colloquiumsbericht im PDF-Format in 5 Teilen. Das 14. Oder/Havel-Collouium fand am 20. Juni 2010 in Kostrzyn nad Odra statt.

Programm:

Begrüßung / Eröffnung
Prof. Horst Linde (TU Berlin / Stellv. Vors. des Vorstandes)
Dr. Andrzej Kunt (Bürgermeister der Stadt Kostrzyn nad Odra)

Themenblock I:
Wassertourismus auf Oder/Havel/Warthe aus der Sicht staatlicher Institutionen
Moderation Prof. Horst Linde

Perspektiven des Wassertourismus in Westpolen
Senator Maciej Wosniak, Mitglied des Parlaments der Republik Polen, Gorzow, Wlkp. –
vorgetragen von Michal Waszilewski, Gorzow, Wlkp.)

Die wirtschaftliche Bedeutung des Wassertourismus im Land Brandenburg
Martin Linsen (Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten
des Landes Brandenburg – vorgetragen von Reinhold D. Tomisch, Potsdam)

Wassersport-Entwicklungsplanung im Land Brandenburg
Reinhold D. Tomisch (Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
des Landes Brandenburg, Potsdam)

Polen am Wasser
Andrzej Tereszkowksi (Zentrum für Wassertourismus, Warschau)

Diskussion

Themenblock II:
Entwicklung des Wassertourismus in ausgewählten Regionen
Moderation Dr. Andrzej Kunt

Impulse für Wassertourismus auf der mittleren Oder
Vadim Tyszkiewicz (Bürgermeister der Stadt Nowa Sol)

Das Projekt WIN (Wassertourismus in Nordbrandenburg) – Forum regionaler Zusammenarbeit
Reinhold Dellmann MdL, Potsdam (Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft)

Entwicklung des Wassertourismus
im regionalen Wachstumskern Frankfurt (Oder) / Eisenhüttenstadt
Andreas Rein (Stadt Frankfurt (Oder)
Wolfgang Perske (Stadt Eisenhüttenstadt)

Ausstattung der öffentlichen Sportbootliegestellen am deutschen Oderufer
mit Schwimmsteganlagen
Hans-Jürgen Heymann (Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde)

Wassertourismus-Initiative Südostbrandenburg (WISO) – Analyse und Vision
Dr. Eckard Fehse (Tourismus-Verband Seenland Oder-Spree, Bad Saarow)

Diskussion

Die technischen Denkmale an der Oder
Prof. Stanislaw Januszewski (Stiftung Das Offene Museum der Oder, Wroclaw)

Potentiale des Wassertourismus in der Oder/Havel-Region
Jürgen Polzehl (Bürgermeister der Stadt Schwedt / Oder)

Wassertourismus auf den Gewässern der Region Szczecin
Patrycjusz Ceran (Stadt Szczecin)
(vorgetragen von Dr.-Ing. Zbigniew Zbroga, Stadt Szczecin)

Erfahrungen und Potentiale des grenzüberschreitenden Wassertourismus
Burkhard Preißler (Landkreis Uecker-Randow, Pasewalk)

Wassertourismus-Standort Berlin
Jochen Brückmann (IHK Berlin)

Diskussion

Schlusswort
Prof. Horst Linde

Bericht Teil 1
Bericht Teil 2
Bericht Teil 3
Bericht Teil 4
Bericht Teil 5

Veranstaltungsflyer

 

 

Links

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Verwaltungen

EU-Kommission – Binnenschifffahrt
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)
Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt -Außenstelle Ost-
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin
Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brandenburg
Wasserstraßen-Neubauamt Berlin
Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)
Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
Internationale Kommission zum Schutz der Oder (IKSO)
Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE)

Verbände und Vereine

Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BdB)
Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. (VBW)
Bundesverband öffentlicher Binnenhäfen e.V.
Elbe Allianz e. V.
Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V. (VHdS)
Sächsischer Hafen- und Verkehrsverein
Kammerunion Elbe/Oder
European River-Sea-Transport Union e.V.
EU-Projekt EMMA

Weitere Informationen

Pegelstände (Oder)
Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice (ELWIS)
Pegelstände (Deutschland)
Schifffahrtslexikon

Institute

Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V.
Schiffsbauversuchsanstalt Potsdam

Zeitschriften

Zeitschrift Binnenschifffahrt
Zeitschrift Schifffahrt und Technik
Deutsche Verkehrs Zeitung (DVZ)

Aktuelles

Newsletter 04/2022  (134. Ausgabe)  27.04.2022

Konferenz „Zeit für die Oder ! Drei Länder – ein Fluss“
In einer polnisch-deutsch-tschechischen Konferenz sollen am 05.05.2022 eine neue Vision der nachhaltigen Entwicklung der Oder und der angrenzenden Gebiete entwickelt werden. Einladende sind drei EURENI-Förderprogramme zum Oderschutz und weitere Umweltschutzorganisationen. Die Veranstaltung findet im Hybrid-Format, das heißt online und vor Ort in Wroclaw/Breslau, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird simultan in drei Sprachen (Tschechisch, Polnisch und Deutsch) übersetzt und dauert von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr. Um vor Ort oder online teilzunehmen, ist die Anmeldung bis zum 29.04.2022 per E-Mail bei theresa.dawidek@bund.net erforderlich. Auf Wunsch senden wir das Programm der Tagesveranstaltung per Mail zu.

Mole an der Weichsel-Nehrung vor Fertigstellung
Bereits mehrfach hatte der Newsletter des Odervereins über den Kanaldurchstich an der Frischen Nehrung informiert, die den Hafen Elblag/Elbing mit der Ostsee verbinden soll.

„Der Bau einer Wasserstraße, die das Frische Haff mit der Danziger Bucht verbindet, ist eine der vorrangigen Infrastrukturinvestitionen der Regierung. Wir verstehen seine Bedeutung besonders jetzt, mit Russlands Invasion in der Ukraine. Nach Abschluss des Baus dieser Investition können Schiffe den Hafen in Elbląg anlaufen und nur auf unseren Gewässern fahren, was die Reeder unabhängig vom Willen der russischen Seite macht“, sagte Infrastrukturminister Andrzej Adamczyk.

Die Mole der Weichsel-Nehrung ist der Hauptteil der neuen Wasserstraße zwischen dem Frischen Haff und der Danziger Bucht. Die Investition umfasst den Bau eines Schutzhafens vor der Danziger Bucht sowie eines Schifffahrtskanals mit Schleuse, seinen Sperren und Warteständen für Schiffe (auf beiden Seiten), den Bau eines neuen Straßensystems mit zwei Drehbrücken und eine künstliche Insel im Frischen Haff. Investor ist das Schifffahrtsamt in Gdynia, Generalunternehmer ist das Konsortium NDI / Besix.

Die Mole der Weichsel-Nehrung ist der Hauptteil des Baus der Wasserstraße, die das Frische Haff mit der Danziger Bucht verbindet. Die Investition befindet sich in einem fortgeschrittenen Stadium. Später in diesem Jahr werden die ersten Schiffe die neue Wasserstraße benutzen – sagte der stellvertretende Minister für Infrastruktur Marek Gróbarczyk. Im östlichen Teil des Schutzhafens werden Baggerarbeiten durchgeführt, die Schuttauflage hergestellt, die Betonelemente von „x-block plus“ verlegt, Untergrund und Ausgleichsschicht aus Beton hergestellt sowie die Überbau. Im westlichen Teil wird neben ähnlichen Arbeiten zusätzlich das Schott verfüllt und ein Trenngeotextil verlegt. Im südlichen Teil des Schifffahrtskanals wurde die Installation der hydrotechnischen Ausrüstung abgeschlossen, und im nördlichen Teil wurden alle Stahlbetonarbeiten durchgeführt. 

In der Schleuse, dem Herzstück der Investition, laufen der Einbau der Wassertechnik sowie die Arbeiten am Nord- und Südtor. Darüber hinaus werden ständig Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Straßensystems durchgeführt, wodurch der Schiffsverkehr den Autoverkehr nicht lahmlegt. Dazu werden zwei bundesweit einzigartige Drehbrücken beitragen. Die Nordbrücke ist seit letztem Sommer in Betrieb. Die Südbrücke wird derzeit einem Drehwerkstest unterzogen. Auch im Bereich der künstlichen Insel wird intensiv gearbeitet. Baggerarbeiten im Zusammenhang mit der Entfernung von Schlamm aus dem Inneren des Damms und seiner Verfüllung wurden abgeschlossen. Fast alle Spundwände wurden eingebettet und die meisten Verbindungen hergestellt. Die künstliche Insel wird 181 ha groß sein. Es soll ein Lebensraum für Vögel sein, die es bereits angenommen haben.

Auch Elektro-, Teletechnik- und Sanitärarbeiten werden ausgeführt. Vor kurzem wurde die Installation von Regenwasserpumpstationen in der Nähe des Gebäudes des Kapitänsbüros in Angriff genommen. Auch das übergeordnete Leitsystem (NSS) wurde getestet, das Automatisierungssystem der Nord- und Südbrücke, Schleusentore und an der Kreuzung installierte Fremdsysteme wurden integriert. In naher Zukunft plant der Generalunternehmer die Verfüllung des Schotts und den Bau des Überbaus am westlichen Wellenbrecher sowie den Bau des Untergrunds und der Ausgleichsschicht an beiden Wellenbrechern. Bald sollen Bewegungstests der Tore in der Schleuse beginnen. Die neue Wasserstraße von der Danziger Bucht durch das Frische Haff nach Elbląg ist ein Abschnitt mit einer Länge von fast 25 Kilometern. Die Schifffahrtsrinne selbst soll einen Kilometer und fünf Meter lang werden.

„Die Mole der Weichsel-Nehrung ist eine epochale Investition. Es ermöglicht den freien Eintritt in das polnische Frische Haff, ohne dass die Zustimmung der Russischen Föderation eingeholt werden muss. Ungefähr 90 Prozent des Kanals sind fertig. Wir planen die Eröffnungsfeier dieses Jahr am 17. September“, sagte der stellvertretende Minister für Infrastruktur Marek Gróbarczyk am 05.04.2022. Die Mole der Weichsel-Nehrung ist der Hauptteil der neuen Wasserstraße zwischen dem Frischen Haff und der Danziger Bucht.
(Quelle: Pressemitteilungen des Infrastrukturministeriums in Warschau)

ÖPNV-Expertin Susanne Henckel wird Staatssekretärin im BMDV
Bundesverkehrsminister Volker Wissing besetzt noch eine offene Stelle in seinem Haus. Susanne Henckel wird neue Staatssekretärin, unter anderem zuständig für Binnenschifffahrt und Häfen. Die 56-jährige kommt vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), wo sie Geschäftsführerin war. Im Bundesverkehrsministerium ist sie als sechste Staatssekretärin künftig für die Bereiche Eisenbahn, Wasserstraßen, Schifffahrt und Bundesfernstraßen zuständig. „Ich freue mich, im Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) an zukunftsfähigen und nachhaltigen Mobilitätslösungen mitwirken zu können“, so Henckel. Zuvor war Henckel acht Jahre lang als Geschäftsführerin des VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg tätig. Der VBB ist flächenmäßig einer der größten Verkehrsverbünde in Europa. Zudem war Henckel Präsidentin des Bundesverbands SchienenNahverkehr (BSN).
(Quelle binnenschifffahrt-online.de)

Finow-Kanal: Baustart für Schleusen verzögert sich
Zwar handelt es sich um eine ältere Meldung, doch sie ist noch heute aktuell. Anders als geplant gibt es 2022 doch noch eine Saison am Finowkanal in und bei Eberswalde. Der Baustart an den Schleusen verzögert sich. Von Mitte April bis Mitte Oktober 2022 soll die bundesweit älteste künstliche Wasserstraße noch einmal durchgängig befahrbar sein.

Etwa 17.000 Schleusenfahrten fanden 2021 auf dem Finowkanal statt. In diesem Jahr können es also noch einmal so viel werden.
In einem Paket mit den sechs Schleusen von Ruhlsdorf bis Wolfswinkel in Eberswalde sollten ursprünglich grundinstandgesetzt werden, ausgenommen davon ist die Schleuse Schöpfurt in Finowfurt, die bereits saniert ist. Neuer Stand ist nun: Die Schleusen Ruhlsdorf, Leesenbrück, Grafenbrück sowie Wolfswinkel sollen abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Für alle Schleusen steht außerdem die Umstellung auf automatisierten Betrieb an.

Wenn alles klappt, soll ab Herbst 2022 an den Schleusen gebaut werden. Zur Schleusensaison 2025 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann kommt das zweite Paket ab der Schleuse Drahthammer an die Reihe.
(Quelle: Märkische Oderzeitung)


Newsletter 03/2022  (133. Ausgabe)  21.03.2022

Polen startet Oderertüchtigung
In den letzten Wochen hat die „Märkische Oderzeitung“ immer wieder das Thema Oder-Ausbau aufgegriffen. So wurde berichtet, dass Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) am 22.02.2022 ihren Antrittsbesuch bei der polnischen Amtskollegin Anna Moskwa in Warschau absolvierte. In der Pressekonferenz äußerte sich Lemke zurückhaltend zum Oder-Ausbau: „Es ist eines der Themen, über die wir unterschiedlicher Auffassung sind. Und über die wir weiterhin im Gespräch bleiben.“

Mehr als 400 Buhnen sollen in den kommenden Monaten am polnischen Oderufer von Slubice bis gegenüber dem Nationalpark Unteres Odertal bei Schwedt erneuert oder völlig neu gebaut werden. Trotz der Widersprüche, die das Brandenburger Umweltministerium gegen die damit verbundenen Umweltfolgen eingelegt hat, begann das Nachbarland Mitte Februar mit den Bauvorbereitungen. Die GRÜNEN-Fraktion im Europäischen Parlament hat ein Gutachten erarbeiten lassen, das zur Auffassung kommt, dass das Vorhaben den Bestimmungen der in der EU-Richtlinie zu Umweltverträglichkeitsprüfungen festgesetzten Anforderungen an Inhalt und Umfang der Prüfungen widerspräche und mit dem europäischen Artenschutzregime nicht vereinbar sei. Insbesondere die Brandenburger Landtagsabgeordnete der GRÜNEN Sahra Damus meint, Klagen gegen den sofortigen Vollzug seien richtig, und fordert einen Baustopp.

Die ersten Buhnen sind schon aufgeschüttet. Dieser Anblick bietet sich derzeit in der Gemeinde Górzyca wenige Kilometer südlich von Kostrzyn/Küstrin. Bis Anfang März waren bereits vier der Buhnen aufgeschüttet und verdichtet worden. Der Bundestagsabgeordnete der GRÜNEN Michael Kellner, zugleich Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, meint: „Man kann einen Fluss doch nicht einseitig ausbauen“. Er verkennt dabei, dass die Baumaßnahmen auf polnischer Seite auf der Grundlage des gemeinsamen Stromregelungskonzepts der Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) erfolgen, das Grundlage des Deutsch-Polnischen Regierungsabkommens von 2015 war. Die GRÜNEN werfen der polnischen Regierung weiterhin vor, dass sie das mit dem Einsatz von Eisbrechern zur Hochwasservorsorge im Winter begründete Abkommen in Wahrheit dafür nutzen wollen, um den Ausbau des Grenzflusses für die Schifffahrt zu erreichen. Auch dieser Vorwurf geht ins Leere. Das Abkommen ist u. a. ausdrücklich mit „Verbesserung der Schiffbarkeit“ überschrieben, was also auch die deutsche Seite bestätigt hat. Erstens sollte den GRÜNEN im Rahmen des Klimaschutzes zur Verlagerung von Verkehren auf der Straße an einer schiffbaren Oder gelegen sein und zweitens hat sich die polnische Verkehrspolitik verändert, die diesen Gedanken bereits aufgreift und der Binnenschifffahrt einen größeren Anteil im Modal Split des Güterverkehrs verschaffen will. Hierüber sollte die Bundesregierung mit der polnischen Regierung sprechen.

Die Brandenburger Landesregierung erhält ihren Einspruch gegen die begonnenen Baumaßnahmen auf polnischer Seite aufrecht. Wesentliche Kritikpunkte der deutschen Fachleute seien im grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren von der polnischen Seite nicht verändert worden. Die GRÜNEN-Fraktion im Europäischen Parlament will erreichen, dass die für die polnischen Arbeiten eingesetzten EU-Mittel gestrichen werden, da befürchtet wird, dass der ökologische Zustand der Oder verschlechtert wird.

Nur der Direktor des Amtes Barnim-Oderbruch, Karsten Birkholz, weist darauf hin, dass Brandenburg von Polen weder übergangen noch überrumpelt worden sei. Das Deutsch-Polnische Abkommen sei 2015 unterzeichnet worden, meint der Amtsdirektor, und es sei „kein geheimer Plan zur Vertiefung“ des Flusses. „Man scheint auf deutscher Seite auch den Inhalt des zwischenstaatlichen Abkommens verdrängt zu haben“, sagt Birkholz und meint das durchaus polemisch. Der Oderverein begrüßt ausdrücklich die Haltung des Amtsdirektors, die sich wohltuend sachlich von den leider sehr Ideologie behafteten Äußerungen anderer Politiker unterscheidet.
(Quelle: Beiträge in der „Märkischen Oderzeitung“ ab 23.02.2022)

Ausbau der oberen Oder
Unter der Überschrift „Ein Fluss mit mehr Kapazität“ greift die Zeitschrift „Binnenschifffahrt“ in ihrer Ausgabe Nr.3/2022 das Vorhaben der polnischen Regierung, die obere Oder zu einer Wasserstraße der Klasse IV für 110 m lange und 11,40 m breite Schiffe auszubauen, auf. Der Umbau von Sektorenwehren zu Klappenwehren sei an der oberen Oder im vollen Gange. Die hydraulich betriebenen Klappenverschlüsse sorgten künftig nicht nur für konstante Fahrwassertiefen – unabhängig von der Stärke der Strömung im Fluss, sondern machten auch das Passieren von Hochwasser und Eisschollen wesentlich sicherer. Die obere Oder sollen künftig Gütermotorschiffe mit einer Länge von bis zu 85 m und einem Tiefgang von 2,50 m bei einer Transportkapazität von bis zu 1.600 t passieren können. Der Um- und Neubau der Schleusen in Januszkowice (bereits im Bau) und Krapkowice werden die Schiffbarkeit von Klasse III auf Klasse Va (110 m x 11,40 m x 2,80 m) verbessern. Die Republik Polen setzt also ihre Politik zur Stärkung der Binnenschifffahrt fort (siehe oben).

Polen investiert auch in Hafen Gdansk/Danzig
Der Hafen Danzig bereitet im Rahmen des Projekts „Verbesserung des Zugangs zum Hafen Danzig – Modernisierung des Fahrwassers 2“ die Modernisierung von vier weiteren Kais vor. Die Kaianlagen des Innenhafens mit einer Gesamtlänge von 1.916 Metern sollen zusammen mit der Eisenbahninfrastruktur ausgebaut werden. Der Gesamtwert der Investition beträgt ca. 533 Mio. PLN, wovon sich EU-Mittel auf etwas mehr als 453 Mio. PLN belaufen werden. Der geplante Investitionsdurchführungszeitraum ist 2022-2026.

Güterbeförderung  per Schiff in Brandenburg geht zurück. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 2,1 Mio. t.
Nach Informationen des Statistikamtes Berlin-Brandenburg lag der Rückgang bei 19,2%. Die Einbußen gab es vor allem bei Bergbauerzeugnissen (-63,8%), Sekundärrohstoffen und Abfällen (-21,2%) und von sonstigen Mineralölerzeugnissen (-34,4%) zurück.

Gemessen an der Gesamtmenge gab es nur bei den landwirtschaftlichen Produkten eine deutliche Steigerung um rund 86.000 Tonnen beziehungsweise 16,3%. Auch Kohle, Rohöl und Erdgas (+16,8%) sowie Holzwaren und Papierprodukte (+14,4%) wurden häufiger per Schiff transportiert, kommen aber im Vergleich auf deutlich geringere Mengen.

Auf Berliner Flüssen sind den Angaben zufolge im vergangenen Jahr wegen deutlich gestiegener Kohle-, Öl- und Gastransporte etwas mehr Güter als im Vorjahr befördert worden. Insgesamt wurden in der Binnenschifffahrt rund 1,6 Mio. t und damit 2% mehr als im Jahr 2020 transportiert. Der Zuwachs geht allerdings fast ausschließlich auf nahezu doppelt so hohe Transporte von Kohle, Erdöl und Erdgas zurück (+95,6%), weil in Berlin die Lager wieder aufgefüllt wurden.

Kommentar: Die Transportstatistik zeigt, wie die Entwicklung verläuft, wenn die Ausbaumaßnahmen an den Wasserwegen nur relativ gering bleiben. Bundesregierung und die Landesregierungen beschwören die Verlagerung von Transporten mit Worten und tun dagegen wenig bis fast nichts. Die Transporte fossiler Produkte, vor allem von Kohle und Erdöl, gehen aus Klimaschutzgründen zurück. Container- sowie Großraum- und Schwertransporte könnten einen beträchtlichen Anteil der bisher auf der Straße transportierten Güter bilden, die von der Schifffahrt sofort übernommen werden könnten. In Österreich macht man vor, wie eine Vorschrift aussieht, wonach Großraum- und Schwergut mit dem Schiff transportiert werden muss.

Brandenburg plant Ampel für Flüsse
Das Land Brandenburg will mit zahlreichen Maßnahmen auf die Klimaveränderungen und den damit einhergehenden Wassermangel reagieren. Dazu hat das Umweltministerium ein Gesamtkonzept erarbeitet, das Anfang März im Kabinett der Landesregierung vorgestellt wurde. In dem Konzept sind eine Handlungsstrategie und ein Vorsorge-Maßnahmenplan verankert,  um auf extremes Niedrigwasser zu reagieren. Ein Team von Ingenieuren soll in den 16 Flussgebieten des Landes die Umsetzung der Pläne in den nächsten fünf Jahren fachlich begleiten und steuern. Eine sogenannte Niedrigwasserampel, ein Pegelsystem zur Kontrolle, ging dazu bereits online. Das Konzept umfasst den Blick auf die natürlichen Wasserressourcen und das Grundwasser. Brandenburg gehört zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands.

Kommentar: Der Oderverein fordert seit zwei Jahren ein umfassendes Wassermanagement, auch im Einzugsgebiet der Oder, und begrüßt deshalb die Pläne Brandenburgs. Von besonderer Bedeutung wird es sein, dass es keine Tabus bei Wasserrückhaltesystemen gibt. Neben ausgewiesenen Überflutungsgebieten bei Hochwasser an Elbe und Oder müssen auch Stauwehre und Staustufen ermöglicht werden, wenn sie zur Erfüllung der Ziele des Zurückhaltens von Wasser notwendig sein sollten.


Newsletter 02/2022  (132. Ausgabe)  23.02.2022

Polen startet Oderertüchtigung
Die „Märkische Oder-Zeitung“ (MOZ) berichtete am 17.02.2022 über den Beginn der Bauarbeiten an der Oder auf polnischer Seite, die im Rahmen der Ertüchtigung des Flusses erfolgen wie er im Deutsch-Polnischen Regierungsabkommen von 2015 festgelegt worden ist. Zunächst sind bei Küstrin-Kietz und bei Güstebieser Loose die Baustellen auf dem östlichen Ufer des Flusses eingerichtet worden. Es geht vor allem um die Wiederherstellung der Leitwerke und der Buhnen, um an 90 % aller Tage im Jahr eine Fahrrinnentiefe von 1,80 m zu erreichen. Das hilft im Winter bei einem möglichen Eisaufbruch, denn auch die Eisbrecher benötigen eine ausreichend tiefe Fahrrinne.

Im Bericht der Zeitung wird ausführlich auf die Einwände deutscher und polnischer Umweltschützer eingegangen. Erwähnung findet immerhin, dass es in Deutschland Zustimmung zu den Plänen zur Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse gibt. Weiterhin wird berichtet, dass die Generaldirektion für Umweltschutz der Republik Polen kürzlich einen mehr als 1450 Seiten umfassenden Ergänzungsbericht zur Umweltverträglichkeitsprüfung erstellt und der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in Deutschland übergeben habe. Der Bericht liege jedoch nur in polnischer Sprache vor, obwohl bis zum 17.03.2022 die Möglichkeit bestehen soll, dass sich Personen in Deutschland zu dem Bericht äußern können.

In seinem Kommentar bemängelt der verantwortliche Redakteur für den Bericht in der MOZ, Dietrich Schröder, dass vor allem auch Brandenburgs grüner Umweltminister Axel Vogel in den letzten eineinhalb Jahren keine Antwort auf einen juristischen Widerspruch zu den Baumaßnahmen auf polnischer Seit erhalten habe. SPD und CDU in Brandenburg ließen die Grünen bei dem Thema allein und nähmen eine notwendige Debatte über das Für und Wider von Regierungsmaßnahmen an der Oder nicht ernst.

Der Oderverein begrüßt einerseits, dass Polen und Deutschland an den vereinbarten Verbesserungsmaßnahmen festhalten und diese umsetzen, und bedauert andererseits, dass ein Konsens zwischen Befürwortern und Gegnern der Maßnahmen trotz des Austauschs von Argumenten bisher nicht einmal im Ansatz zustande gekommen ist.

Senatorin Bettina Jarasch antwortet
Der Oderverein hatte zu Beginn der Amtszeit der neuen Verkehrssenatorin in Berlin, Bettina Jarasch (Bündnis 90/DIE GRÜNEN), zur Übernahme des Amtes gratuliert und auf die Bedeutung der Schifffahrt auf ostdeutschen Wasserstraßen hingewiesen. In der Antwort der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz vom 11.02.2022, unterzeichnet von Senatorin Jarasch, heißt es:

„Eine Verkehrswende ist ohne die Berücksichtigung des Wirtschaftsverkehrs nicht vorstellbar. Die Binnenschifffahrt spielt hierbei als leistungs- und ausbaufähiger Verkehrsträger eine wichtige Rolle. Die Binnenschifffahrt angemessen zu berücksichtigen und sie gleichzeitig ökologisch verträglich und zukunftsfähig zu gestalten, ist eine Aufgabe, der sich mein Haus mit entsprechendem Ressourceneinsatz widmet .

Die aktuelle Bedeutung der Binnenschifffahrt für Berlin und die gesamt Hauptstadtregion ist dabei unbestritten. Das gilt nicht nur in Bezug auf den wichtigen Transport von Massengütern und Containern, sondern auch mit Bezug zu den Themen Projektladung und den Potenzialen für neue Konzepte der urbanen Logistik. Das aktuelle Beispiel in dieser Hinsicht ist sicher der Prozess der Modernisierung der Infrastruktur am Südhafen Spandau, welche nach Beschluss des Senats derzeit anläuft.

Viele der von Ihnen angesprochenen Themen, u. a. die Verknüpfung der Hauptstadtregion mit den Seehäfen (inkl. Container-Terminal Stettin), die regionale Wasserstraßeninfrastruktur und deren Leistungsfähigkeit, sowie die Nutzung der bestehenden Transportoptionen auf dem Wasser durch die lokalen Unternehmen, stehen auf der Agenda. Sie bedürfen an vielen Stellen eines gemeinsamen Agierens der Länder Berlin und Brandenburg, z. B. gegenüber der Bundesebene, aber auch mit den lokalen Unternehmen, Verbänden und Kammern.

Ich möchte Ihnen versichern, dass ich und mein Haus uns der Binnenschifffahrt mit hohem Engagement widmen werden, um nicht nur den Status-quo zu erhalten, sondern möglichst viel des bestehenden Potenzials in einen messbaren und sichtbaren Beitrag zum urbanen Wirtschaftsverkehr zu übersetzen. Auf eine Zusammenarbeit dabei freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen Bettina Jarasch“

Der Oderverein freut sich über die Aussagen der neuen Senatorin und hofft sehr, dass es sich nicht um Höflichkeitsfloskeln und Lippenbekenntnisse handelt, die abgegeben werden, um dem Briefschreiber einen Gefallen zu tun. Wir werden das Angebot zur Zusammenarbeit sehr ernst nehmen und den Kontakt zur Senatsverwaltung vertiefen.

Kanalbau am Frischen Haff geht weiter
Im April 2022 ist es ein Jahr seit der Vertragsunterzeichnung für die Umsetzung der zweiten  Etappe des Baus der Wasserstraße her, die das Frische Haff mit der Danziger Bucht verbindet. Diese Phase der Investition umfasst die Uferbefestigungen der Elbląg-Ufer, den Bau von teletechnischen und energetischen Einrichtungen zur Vermeidung von Kollisionen sowie den Bau eines Abschnitts der Kreisstraße und einer Drehbrücke über den Fluss Elbląg. Der Auftragswert beläuft sich auf über 574 Mio. PLN  und die für die Umsetzung vorgesehene Zeit beträgt 24 Monate.Das Schifffahrtsamt in Gdynia bereitet derzeit eine Ausschreibung für die Umsetzung der dritten Phase vor – Ausbaggern des Fahrwassers im Frischen Haff. Nach Fertigstellung wird die neue Wasserstraße Einheiten mit einer Länge von 100 Metern, einer Breite von 20 Metern und einer Tiefe von 4,5 Metern ermöglichen, in den Hafen von Elbląg einzulaufen. (Quelle Pressemitteilung des Infrastrukturministeriums in Warszawa/Warschau)


Newsletter 01/2022  (131. Ausgabe) 18.01.2022

Nationales Schifffahrtsprogramm in Polen
Bis zum 19. Januar 2022 können Stellungnahmen zum Entwurf des Nationalen Schifffahrtsprogramms bis 2030 eingereicht werden. Es ist das erste Planungsdokument in Polen für die Binnenschifffahrt. Das Nationale Schifffahrtsprogramm bis 2030 definiert Investitionen und sektoraleAufgaben in der kurzfristigen Perspektive. Ziel des Programms ist die Wiederherstellung eines zuverlässigen und effektiven Binnenschiffsverkehrs durch Investitionen auf der Oder-Wasserstraße und der Weichsel-Wasserstraße und die Unterstützung der Entwicklung des Schifffahrtsmarktes. Das Ergebnis der Programmumsetzung wird unter anderem sein, Steigerung der Nutzung der Wasserstraßen durch die Wirtschafts- und Touristenschifffahrt, Verringerung der Emissionen der Binnenschifffahrt und Digitalisierung dieses Sektors sowie Entwicklung des Humankapitals, z. durch zunehmendes Interesse an Bildung und einer Karriere in der Wassertransportbranche.(Pressemitteilung des Infrastrukturministeriums Warszawa/Warschau)

Jahreskonferenz der polnischen Seehäfen
Das Umschlagsvolumen der drei führenden Seehäfen: in Danzig, Gdynia und Szczecin – Świnoujście belief sich im Jahr 2021 auf 113 Millionen Tonnen, was einer Steigerung um 9 % entspricht. Jährlich. Die Gesamtzahl der umgeladenen Container überstieg 3 Millionen TEU. Am 17. Januar 2022 fand in Warschau eine Konferenz statt, auf der die Ergebnisse der polnischen Seehäfen des vergangenen Jahres zusammengefasst wurden, an der die stellvertretenden Minister für Infrastruktur teilnahmen: Marek Gróbarczyk und Grzegorz Witkowski.Die größten derzeit durchgeführten Investitionen in polnischen Seehäfen beziehen sich auf Wasserstraßen. Der Bau der Wasserstraße, die das Frische Haff mit der Danziger Bucht verbindet, schreitet voran – der Gesamtinvestitionswert beträgt fast 2 Mrd. PLN aus dem Staatshaushalt – und die Modernisierung der Fahrrinne Swinemünde-Szczecin bis zu einer Tiefe von 12,5 m im Wert von 1.936 PLN Million. Im Jahr 2021 wurden für diese beiden Projekte 930 Mio. PLN aus dem Staatshaushalt ausgegeben. Insgesamt wurden im Zeitraum 2014-2020 Mittel aus dem EU-Haushalt in Höhe von 6 Mrd. PLN für Projekte im Zusammenhang mit dem Ausbau der Hafeninfrastruktur, dem Zugang vom Meer und vom Land erhalten. Empfänger dieser Mittel waren neben den Hafenbehörden und Seefahrtsämtern auch die  PKP PLK, die Danziger und die Stettiner Kommunen. In diesem Jahr wird auch die erste Etappe des Baus des Schifffahrtskanals durch die Weichsel-Nehrung abgeschlossen.Im Hafen Szczecin-Świnoujście wurden im Jahr 2021 insgesamt 33,2 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen, was einer Steigerung von 6,6 % entspricht. im Vergleich zu 2020.2021 wurde das Ergebnis aus dem Rekordjahr 2018 ausgeglichen, was in Zeiten der Pandemie eine beachtliche Leistung darstellt.Der Hafen Szczecin – Swinemünde ist auch stolz auf den sich am dynamischsten entwickelnden Fährterminal in Polen – eine Steigerung von 139 %. innerhalb eines Jahrzehnts.(Pressemitteilung des Infrastrukturministeriums Warszawa/Warschau)

Neues Schiffshebewerk Niederfinow – Erste Phase des Probebetriebs erfolgreich abgeschlossen
Im Auftrag des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin erfolgt seit dem Jahr 2008 ein Ersatzneubau für das am Ende seiner Nutzungsdauer angelangte Schiffshebewerk Niederfinow (Inbetriebnahme 1934). Generalauftragnehmer ist eine Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen IMPLENIA Construction GmbH, DSD Brückenbau GmbH, Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG und SIEMAG TECBERG GmbH.

Seit September 2021 befindet sich die neue Anlage im Probebetrieb. Im Zeitraum 15.09. bis 16.12.2021 haben im Zuge eines ersten Probebetriebes insgesamt 449 Trogfahrten stattgefunden. Davon verliefen insgesamt 296 (65,9%) störungsfrei. Störungen traten u. a. an der für den späteren Automatikbetrieb der Anlage erforderlichen Sensorik auf, bei der Gewährleistung des elektronisch geregelten Gleichlaufes der vier synchron zu betreibenden Antriebe und bei der Entriegelung einer Haltevorrichtung des Troges, mit der dieser für das Andocken an die obere bzw. untere Kanalhaltung am Traggerüst des Hebewerkes arretiert wird. Im Ergebnis des bisherigen Probebetriebes stehen jetzt noch bauliche Maßnahmen an, die nur bei fest arretiertem Trog ausgeführt werden können. Dazu zählen z. B. ein Umbau der Troghaltevorrichtung, der zusätzliche Einbau von Wartungsbühnen und das Beseitigen von noch erkannten Gefahren für die Arbeitssicherheit durch den Einbau zusätzlicher Geländern, das Schließen von Überstiegslücken und das Schaffen von Anschlagpunkten sowie ein Umbau der Evakuierungstreppen für die Höhenrettung im Havariefall. Auch die Lichtsignalanlagen konnten, wegen anhaltender Lieferprobleme der Hersteller, nach wie vor nicht in Betrieb gesetzt werden. „Insgesamt zeigt der Verlauf des bisherigen Probebetriebes, dass wir auf dem richtigen Weg sind, das Projekt erfolgreich abzuschließen.

Gemeinsam mit dem Generalauftragnehmer werden wir jetzt die noch festgestellten Optimierungs- und Umbauarbeiten durchplanen und umsetzen. Im II. Quartal 2022 wollen wir den Probebetrieb dann fortsetzen“, sagt Raphael Probiesch als Baubevollmächtigter des WNA Berlin. Nach dem Bauvertrag sind zur Simulation eines sicheren Dauerbetriebes mindestens 500 erfolgreich verlaufende Probeschleusungen vorgesehen, die auch dazu genutzt werden um das künftig Bedien- und Wartungspersonal des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Oder-Havel einzuweisen und alle denkbaren Betriebs- und Störfälle zu simulieren. Zum Termin einer Verkehrsfreigabe erklärt Rolf Dietrich als Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin: „Wie das alte verfügt auch das neue Hebewerk nur über einen Trog. Das neue Hebewerk muss deswegen genauso zuverlässig funktionieren wie das alte. Unsere oberste Priorität liegt daher auch während des Probebetriebes und der Ausführung noch ausstehender Restleistungen weiter auf der Gewährleistung einer hohen Ausführungsqualität und Verfügbarkeit der neuen Anlage. Einen Kalendertermin für die Verkehrsfreigabe werden wir daher weiter erst nach erfolgreichem Abschluss des gesamten Probebetriebes festlegen“.(Quelle:Pressemitteilung des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin)

Neuer Bundesverkehrsminister – Antwort aus dem Hause des BMDV
Auf das Schreiben des Odervereins von Mitte Dezember 2021 an den neuen Bundesminister für Digitales und Verkehr (BMDV) hat Frau Gesa Schwoon, zuständig für die Nebenwasserstraßen, auf Veranlassung des Ministers geantwortet. Sie schreibt zur Oder: „Der Unterhaltungszustand der Stromregelungsbauwerke der Grenzoder auf deutschem und polnischem Hoheitsgebiet ist unzureichend und hat in den letzten Jahrzehnten zu verstärkten Anlandungstendenzen und ständig verschlechterten Fahrrinnentiefen mit negativen Auswirkungen auf das Hochwasserabflussprofil und die Schifffahrt geführt.“ Inzwischen sei eine von beiden Seiten akzeptierte Stromregelungskonzeption entwickelt worden. „Ziel der Stromregelungskonzeption auf Basis des Abkommens ist die Wiederherstellung und Optimierung des Regelungssystems der Grenzoder, um den Eisaufbruch, die Eisabfuhr sowie die Binnenschifffahrt zu gewährleisten.“ Die Umsetzung der Maßnahmen nach dem Deutsch-Polnischen Regierungsabkommen soll integrativ in Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg erfolgen. „Es ist von deutscher Seite jedoch nicht geplant, die Wasserstraßenklasse der Oder zu verändern oder auf der Oder den Verkehr größerer Schiffe zu ermöglichen. Zudem verfolgt Deutschland keinen Ausbau der Oder, da es über die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße eine verkehrliche Alternative gibt.“

Kommentar: Der Tenor der Antwort war zu erwarten. Begrüßenswert ist der Hinweis, dass mit dem Stromregelungskonzept neben dem Hochwasserschutz auch die Binnenschifffahrt auf der Oder gewährleistet werden soll. Einen Widerspruch in der Politik der Bundesregierung sieht der Oderverein in der Aussage, dass kein Verkehr größerer Schiffe ermöglicht, zugleich aber dem Klimaschutz Vorrang gegeben werden soll. Es ist technisch durchaus möglich – darauf hat der Oderverein in der jüngsten Vergangenheit mehrfach hingewiesen -, flachgehende, größere Schubeinheiten auf der Oder einzusetzen und dabei auch noch dem Ziel der Verkehrsverlagerung von der Straße auf das Schiff zu dienen. Der Verein versucht, diese Möglichkeit dem Bundesministerium nahe zu bringen.

Nächstes Oder/Havel-Colloquium
Der Oderverein bemüht sich, auch im Jahr 2022 wiederum ein Oder/Havel-Colloquium anzubieten. Ein erstes Treffen des Vorstands hat dazu in der vergangenen Woche stattgefunden. Im Mittelpunkt soll die Oder-Schifffahrt mit ihren Potenzialen und Perspektiven stehen. Das Colloquium ist für den 21.09.2022 in Szczecin/Stettin geplant. Näheren Einzelheiten werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

 


Newsletter 11/2021  (130. Ausgabe) 15.12.2021

Schutz der polnischen Gewässer
Am 6. Dezember 2021 fand am Sitz des Ministeriums für Klima und Umwelt eine Konferenz zum Schutz der polnischen Flüsse statt. Das Ministerium für Infrastruktur, das Ministerium für Klima und Umwelt, die StaatlicheWasserwirtschaft Polnische Gewässer und die Hauptinspektion für Umweltschutz schließen sich zusammen, um illegale Einleitungen und Verschmutzung der polnischen Flüsse zu stoppen. (Quelle Presseinformation des Infrastrukturministeriums Warschau)

Digitalisierung entlang der polnischen Wasserstraßen
Die Entwicklung digitaler Dienste auf Binnenwasserstraßen ist eine der Prioritäten des Infrastrukturministeriums. Eine sichere und moderne Binnenschifffahrt braucht innovative Lösungen, die sowohl einen effektiven Transport als auch einen effizienten Kommunikations- und Informationsaustausch gewährleisten – sagte der stellvertretende Infrastrukturminister Marek Gróbarczyk.
Das RIS-System (River Information Services) ermöglicht die Verwaltung des Verkehrsleitsystems, was zu einer verbesserten Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit des Flussverkehrs führt. Die angebotenen Dienste, darunter der Nachrichtendienst für Skipper oder der Zugang zu elektronischen Seekarten, werden die Zuverlässigkeit der Binnenschifffahrt stärken und ihren stärkeren Einsatz in Logistikketten ermöglichen.
Das dazu abgehaltene Seminar war eine umfassende Zusammenfassung der vollständigen RIS-Implementierung im unteren Teil der Oder. Es wurde betont, dass die RIS-Implementierung die Investitionen auf der Oder-Wasserstraße ergänzt. Während der Veranstaltung wurde die Frage diskutiert, die nachfolgenden Abschnitte der Oder und der Weichsel von der Dreistadt bis Bydgoszcz mit RIS-Diensten abzudecken. Die Digitalisierung der Binnenschifffahrt wird auch in anderen Programmen des Infrastrukturministeriums betrieben. Veranstalter der Veranstaltung war das Binnenschifffahrtsamt in Stettin, das für die Durchführung des Projekts verantwortlich war. Die Aufgabe wird von der Europäischen Union kofinanziert, der Investitionswert übersteigt 21 Mio. PLN. (Quelle Pressemitteilung des Infrastrukturministeriums Warschau /Google-Übersetzung)

RBB sendet Dokumentation über die Oder
Im Fernsehen des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) wurde am 16.11.2021 die Dokumentation „Die Oder – Wasserstraße oder Naturparadies ?“ ausgestrahlt. Der Beitrag entstand zwar im Zusammenhang mit dem 25. Internationalen Oder/Havel-Colloquium vom 14.09.2021 in Frankfurt (Oder), zeigte aber wider Erwarten keine Ausschnitte aus der Veranstaltung, obwohl dortausgiebig gefilmt worden war.
Naturschützer und Interessierte an der Binnenschifffahrt kamen zeitlich ausgewogen zu Wort, doch als Oderverein, der sich für die ganzheitliche Betrachtung der Oder als Wasserstraße und Naturparadies einsetzt, bleiben wir dabei, dass wir die Wortwahl für den Titel mit der Konjunktion „oder“ für einseitig halten. Es muss möglich sein, dass ein Gegensatz überwunden wird. Die letzten 200 Jahre seit dem Protokoll von Oderberg von 1819 belegen, dass trotz Schifffahrt die Naturnähe der Oder nicht verlorengegangen ist.

Mitgliederversammlung des Odervereins

G.Noack, G.Ostwald, H.Linde Foto: RR

In der Mitgliederversammlung des Odervereins vom 24.11.2021 im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA)Spree-Havel in Berlin kam es neben den Regularien zu einer personellen Veränderung im Vorstand. Zum neuen Vorstandsmitglied wurde Guido Noack gewählt, der für den Bereich Verkehr in der IHK Ostbrandenburg in Frankfurt (Oder) zuständig ist. Gerhard Ostwald und Professor Horst Linde wurden in ihren Ämter wiedergewählt. Robert Radzimanowski kandidierte nach 8 Jahren Mitarbeit im Vorstand nicht erneut. Die Leiterin des WSA Spree-Havel, Katrin Urbitsch, berichtete über aktuelle Entwicklungen in ihrem Bereich, der jetzt von der Elbe bis zur Oder reicht.

Neuer Bundesverkehrsminister
Am Tage der Mitgliederversammlung am 24.11.2021 wurde bekannt, dass der FDP-Politiker Dr. Volker Wissing neuer Bundesverkehrsminister werden soll. Da die Bekanntmachung des Koalitionsvertrages und der Personalie Wissing im Berliner Westhafen erfolgte, nahm der Vorsitzende des Odervereins Gerhard Ostwald das als gutes Vorzeichen für den künftigen Stellenwert der Binnenschifffahrt in der neuen Bundesregierung. Inzwischen sind die Erwartungen etwas gedämpft, weil es keinen Bundesverkehrsminister in dem hergebrachten Sinn mehr gibt, sondern das Haus sich jetzt „Bundesminister für Digitales und Verkehr“ nennt. Steht die Digitalisierung jetzt im Vordergrund ? Oder sind die Befürchtungen übertrieben ? Im Koalitionsvertrag der Ampelkoalition wird die Binnenschifffahrt nur einmal erwähnt, dann aber auch als „klimafreundlich“ bezeichnet. Wir werden die zukünftige Entwicklung aufmerksam beobachten. Der Oderverein hat jedenfalls den neuen Bundesminister in einem Schreiben an die von der Koalition selbst festgestellte Klimafreundlichkeit der Binnenschifffahrt erinnert.

Probebetrieb am Schiffshebewerk Niederfinow
Am 08.12.2021 wurde zu Demonstrationszwecken erstmals eine Funktionsprobe des neuen Hebewerks mit der Schleusung einer Projektladung mit maximaler Ladungshöhe über dem Wasserspiegel durchgeführt. Dabei wurde eine 210 t schwere Gasturbine des Herstellers GE-Energy aus dessen Werk Belfort in Frankreich zum Einbau in das polnische Heizkraftwerk Zielona Góra an die mittlere Oder transportiert. Der Transport zeige die internationale Bedeutung der europäischen Wasserstraße, sagte Rolf Dietrich als Leiter des Wasserstraßen-Neubauamtes Berlin. Einen Termin für die Verkehrsfreigabe des Schiffshebewerks gebe es noch nicht.
(Quelle Pressemitteilung des WNA Berlin)

Fahrrinnenanpassung Sacrow-Paretzer Kanal
Am 07.12.2021 hat an der neu errichteten Wartestelle Paretz die Abnahme und Inbetriebnahme für das letzte große Baulos zum Ausbau des Sacrow-Paretzer Kanals im Zuge des Verkehrswegeprojektes Deutsche Einheit Nr. 17 (VDE 17) stattgefunden. Zu den Baumaßnahmen gehörten der Einbau von 500 t Spundwandstahl und 300.000 t Wasserbausteinen sowie die Gewinnung und Verwertung von 625.000 m³ Bodenaushub. Damit sind alle Bauarbeiten zur Umsetzung von VDE 17 im Stadtgebiet von Potsdam abgeschlossen.
Für die durchgängige Fahrrinnenanpassung der Wasserstraßenverbindung von Hannover bis zum City-GVZ im Berliner Westhafen im Zuge des VDE 17 sind jetzt nur noch vier große Baumaßnahmen offen, zu denen der 22 Kilometer lange Streckenabschnitt zwischen Ketzin/Havel und Brandenburg an der Havel sowie die 10 Kilometer lange Strecke der Spandauer Havel und der Spree in Charlottenburg in Berlin gehören.
(Quelle Pressemitteilung des WNA Berlin)

Neue Oderbrücke in Kostrzyn nad Odra
Der Abriss der aus dem Jahr 1867 stammenden Oder-Eisenbahnbrücke zwischen Küstrin-Kietz und Kostrzyn nähert sich seinem Ende. Die alte Eisenbahnbrücke war so marode, dass es kostengünstiger war, sie abzureißen und eine neue Verbindung zu bauen. Die Arbeiten dazu begannen im November. Die neue Brücke soll bis Ende 2022 fertiggestellt sein. Der Bau wird von deutscher Seite geleitet und finanziert. Die neue Verbindung wird 260 Meter lang sein und an der Stelle der früheren Brücke verlaufen. Die Züge werden sie zweigleisig mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h überqueren können. Eine Elektrifizierung ist vorgesehen. Die Baukosten belaufen sich auf 65 Millionen Euro. Ein Teil der alten Brücke wurde vom Festungsmuseum in Kostrzyn übernommen. (Quelle Presseschau der Deutsch-Polnischen Gesellschaft)

Schubboot „Elektra“ im Berliner Westhafen eingelaufen
Nach fast zweijähriger Bauzeit kann jetzt die Erprobung dieses einzigartigen, innovativen und emissionsfreien Schubbootes beginnen, über das der Newsletter bereits berichtet hat. Die Elektra wird eine Vorbildfunktion als emissionsfreies Schiff einnehmen, das auf eine Vielzahl von Binnenschiffs- und Küstenschifftypen übertragbar ist. Die Erprobungen finden zunächst vorwiegend im Bereich der Hauptstadtregion statt, ab 2023 werden die Erprobungen dann auch verstärkt im Fernverkehr Richtung Hamburg fortgesetzt.
(Quelle Pressemitteilung der BEHALA)

Niederschlesien baut Wassertourismus aus
In den niederschlesischen Gemeinden an der Oder, unter in Lubias, Scinawa und Brzeg Dolny, werden neue Jachthäfen für Segel- und Motorboote sowie Kanus gebaut. Die Baumaßnahmen sollen auch die Nähe der Einwohner zum Fluss stärken und ihnen neue Möglichkeiten zur Erholung bieten. In Brzeg Dolny wird der neue Jachthafen in der Nähe des Schloss- und Parkkomplexes gebaut, der ein sehr attraktives gebiet für den Tourismus darstellt. Zwischen den Jachthäfen wird ein neuer, 100 km langer Fahrradweg angelegt, der eine Verbindung zwischen den Orten am Fluss ermöglicht. Von den vorgesehenen 37 Mio. Zloty (ca. 8,2 Mio. Euro) stammen 32 Mio. aus EU-Mitteln. Die Investitionen sollen bis September 2023 umgesetzt sein.
(Quelle Presseschau der Deutsch-Polnischen Gesellschaft)

Donau-Elbe-Oder-Wasserstraße
Die neue tschechische Regierung will den umstrittenen Bau der Donau-Elbe-Oder-Wasserstraße endgültig begraben. Das sieht der Anfang November abgeschlossene Koalitionsvertrag des Fünf-Parteien-Bündnisses un ter Führung der bürgerlichen ODS vor. „Wir stellen die Arbeiten am Kanal Donau-Elbe-Oder ein und lösen die dafür vorgehaltenen Baulandreserven in den betroffenen Gemeinden auf“, heißt es wörtlich. Mit dieser Entscheidung stellt sich die Koalition frontal gegen Präsident Milos Zeman, der das Vorhaben als Herzensprojekt betrachtet und dafür die scheidende linkspopulistische Regierung unter Andrej Babis gewonnen hatte. Hintergrund dürften vor allem die Investitionskosten sein, die eine Machbarkeitsstudie im Auftrag der Regierung Babis mit 14,6 Mrd. Euro beziffert. Der Oderverein hält die Entscheidung vor allem deshalb für überraschend, weil bis vor kurzem noch Gespräche mit der polnischen Regierung geführt wurden und Polen sich für das Vorhaben einsetzt. Eine Reaktion von polnischer Seite ist bisher nicht bekannt.
(Quelle SUT Schifffahrt Hafen Bahn und Technik Nr. 8/2021)

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Der Oderverein wünscht allen Leserinnen und Lesern des Newsletters
besonders angesichts der Corona-Pandemie
ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr 2022!
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Newsletter 10/2021  (129. Ausgabe) 11.11.2021

Modernisierung der Wehre an der Oder in der Woiwodschaft Opolskie abgeschlossen
Das polnische Infrastrukturministerium teilte am 06.10.2021 mit, dass die Modernisierung der Wehre an der Oder in der Woiwodschaft Oppeln abgeschlossen ist. Die Investitionskosten beliefen sich auf über 107 Mio. Zloty.
„Die Binnenschifffahrt ist die ökologischste Transportart. Um effizient zu funktionieren, ist es jedoch erforderlich, die Schwankungen des Wasserstands zu begrenzen. Dank der abgeschlossenen Modernisierung der Oderwehre werden wir sowohl den Wassermangel bei einer Dürre ausgleichen als auch einen Teil der Flutwelle bei einem Hochwasser stoppen können“, sagte der stellvertretende Infrastrukturminister Grzegorz Witkowski. Das Projekt unter dem Namen „Modernisierung der Oderwehre auf dem vom RZGW verwalteten Abschnitt Gliwice – voiv. Opolskie (Etappe I)“ umfasste den Umbau der drei bestehenden Sektorwehre an den Staustufen Januszkowice, Wróblin und Zwanowice in hydraulische, automatische und ferngesteuerte Klappenwehre. Im Rahmen der Investition wurden auch begleitende Anlagen gebaut bzw. umgebaut, darunter Fischtreppen, Verteilerdämme, Landversicherungen, Deckungsversicherungen, technologische Stege, Kontrollräume und Maschinenräume.
Dank der Investition kann ein konstanter Wasserstau an der Oder sichergestellt werden, was die Schifffahrtsparameter verbessert. Zudem wird der Hochwasserschutz erhöht – bei Hochwasser können die Klappwehre geschlossen werden, was die Auswirkungen von Hochwasser mindert. Die neue Infrastruktur wird auch den Tierschutz verbessern – Fischaufstiegshilfen erleichtern die Fischwanderung und das Wasser wird besser belüftet. Die Bauarbeiten wurden von der PORR SA durchgeführt.
(Quelle Pressemitteilung des Infrastrukturministeriums Warschau, Google-Übersetzung)

Fahrrinne im Weichsel-Haff ausgeschrieben
Am 27. Oktober 2021 gab das Schifffahrtsamt in Gdynia die erste Ausschreibung für den Bau einer Fahrrinne als Teil der im Bau befindlichen Wasserstraße bekannt, die das Weichsel Haff mit der Danziger Bucht verbindet (3. Investitionsetappe). Der von der Ausschreibung abgedeckte Streckenabschnitt beträgt ca. 8.200 m im Weichsel Haff. Eine Ausschreibung für den Rest der Fahrrinne wird im ersten Quartal 2022 bekannt gegeben. Die Fahrrinne am Weichsel Haff wurde für ein Seeschiff von 100 m Länge (Schubeinheiten bis 180 m), 20 m Breite und 4,5 m Tiefe ausgelegt. (Quelle Pressemitteilung des Infrastrukturministeriums Warschau)

RBB sendet Dokumentation über die Oder
Im Fernsehen des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) wird am 16.11.2021 um 21:00 Uhr die Dokumentation „Die Oder – Wasserstraße oder Naturparadies“ ausgestrahlt. Der Beitrag entstand u. a. im Zusammenhang mit dem 25. Internationalen Oder/Havel-Colloquium vom 14.09.2021 in Frankfurt (Oder) und zeigt Ausschnitte aus der Veranstaltung.
Als Oderverein, der sich für die ganzheitliche Betrachtung der Oder als Wasserstraße und Naturparadies einsetzt, halten wir die Wortwahl für den Titel mit der Konjunktion „oder“ für einseitig, weil damit ein Gegensatz erzeugt wird, der eine bestimmte Tendenz des Beitrags vermuten lässt. Der Oderverein hat deshalb bereits in einer Pressemitteilung Stellung bezogen.

Mitgliederversammlung des Odervereins
Der Oderverein hat zur Mitgliederversammlung am 24.11.2021 in das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel in Berlin eingeladen. Die Leiterin des WSA Spree-Havel, Katrin Urbitsch, wird über aktuelle Entwicklungen in ihrem Bereich berichten, der jetzt von der Elbe bis zur Oder reicht. Vorgesehen sind auch die turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstands. Die Mitglieder des Odervereins werden gebeten, sich anzumelden, damit beim Betreten des Hauses die 3-G-Regeln eingehalten werden können.

BASF stellte innovatives Tankschiff für Rhein-Niedrigwasser vor
Nach den Niedrigwasser-Erfahrungen am Rhein aus dem Jahr 2018 und basierend auf der Einschätzung, dass derartige Ereignisse in Zukunft häufiger eintreten können, hat die BASF am Standort Ludwigshafen eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Versorgungssicherheit der Produktion zu erhöhen. Ein wichtiges Element war dabei die Überlegung, über ein Schiff zu verfügen, das auch bei niedrigen Rheinpegelständen noch wesentlich Mengen verlässlich transportieren kann. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft wurde ein Fahrzeug entwickelt, dass mit 135 Metern Länge und 17,5 Metern Breite deutlich größer ist im Vergleich zu den gängigen Tankschiffen auf dem Rhein, deren Abmessungen üblicherweise bei 110 Metern und 11,5 Metern liegen. Es wird die kritische Stelle im Rhein bei Kaub selbst bei einem Pegelstand von 30 Zentimetern (entspricht einer Wassertiefe von etwa 1,60 Meter) mit einer Ladung von 650 Tonnen passieren können. (aus spc Aktuell Nr. 3/21)
Das Beispiel zeigt, dass die Wirtschaft in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wissenschaft, in der Lage ist, auf veränderte Gegebenheiten an den Flüssen zu reagieren. Ähnliche Pläne gibt es auch für die Oder. Für den Bau von flachgehenden Schubeinheiten für den Containertransport muss jedoch noch ein Investor gefunden werden.

Bericht über das 25. Internationale Oder/Havel-Colloquium im Internet
Der Bericht über das 25. Internationale Oder/Havel-Colloquium in Frankfurt (Oder) mit allen Beiträgen ist fertiggestellt. Er wird in den nächsten Tagen auf die Homepage des Odervereins unter www.oderverein.de eingestellt werden, sodass alle Teilnehmer und weitere Interessierte die Veranstaltung nachvollziehen können. Auch frühere Colloquien sind auf der Homepage aufrufbar.


 

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