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Das 21. Internationale Oder/Havel-Colloquium fand am 13. September 2017 in Schwedt/Oder statt. Das Thema lautete:  „Container und Regionalentwicklung im Revier Oder/Havel/Elbe“

Podiumsdiskussion, Foto: IHK Ostbrandenburg

Das Colloquium fand in Kooperation mit dem INTERREG Baltic Sea Region Project EMMA statt und wurde damit auch international aufgewertet.

Der Container und der Transport von Containern vorrangig mit dem Binnenschiff standen im Mittelpunkt des Colloquiums. Hier hat sich in den letzten Jahren viel entwickelt. Einige Binnenhäfen der Region planen neue Aktivitäten und auch im Seehafen Szczecin hat der Container eine bedeutende Position in der dortigen Umschlagtätigkeit gewonnen. Das Colloquium hat eine Bestandsaufnahme der jetzigen Situation vorgenommen und u.a. mit dem Beispiel Schweden neue Wege aufgezeigt.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Die Colloquiumsdokumentation wird derzeit erstellt und wird ist dann, wie gewohnt, hier auf der Seite des Odervereins zu finden.


25 Jahre Oderverein

Teilnehmer der Jubiläumsfahrt, Foto: Horst-Christian Knoll

Am 23.01.1992 ist der Verein zur Förderung des Oderstromgebietes e. V., jetzt Verein zur Förderung des Stromgebietes Oder/Havel e. V., in Frankfurt (Oder) gegründet worden. Damit kann der Verein in diesen Jahr auf sein 25jähriges Bestehen zurückschauen.
Dies nahm der Verein zum Anlass mit einigen Gründungsmitgliedern und Wegbegleitern der letzten 25. Jahre, auf einer Jubiläumsfahrt am 9. Mai 2017, die Geschichte und Zunkunft des Vereins zu beleuchten.

Vorstand des Odervereins im Jahre 1992, den Vorsitz übernahm Peter Eichler (3.v.r.) Quelle: IHK Ostbrandenburg

Von besonderer Bedeutung wurde in der Vereinsgeschichte die Organisation der internationalen Oder- bzw. Oder/Havel-Colloquien, von denen bis 2016 zwanzig stattgefunden haben. Die Colloquien haben wechselseitig in Deutschland und in Polen getagt und sich dabei den Fragen der Schifffahrt auf der Oder und ihren Nebenflüssen und Kanälen gewidmet. Drei Colloquien hatten den Wassertourismus im Mittelpunkt. Der Oderverein wird die Oder als Wasserweg im Auge behalten und die Politik auf der deutschen wie auf der polnischen Seite immer wieder darauf ansprechen. Seit der Neuausrichtung der Politik in Polen hat die Wasserstraße Oder auch dort wieder an Bedeutung gewonnen. Das gemeinsame Ziel aller Freunde der Oder wird die Aufnahme des gesamten Flusses in die europäischen TEN-T-Netze bei der Neubewertung im Jahr 2022 sein. Daran wird der Oderverein in den nächsten Jahren mitarbeiten.


Nachtrag zum Wassertourismus-Colloquium in Kostrzyn n.O./Küstrin
2010 fand das 14. Internationale Oder/Havel-Colloquium zum Thema Wassertourismus in Kostrzyn/Küstrin statt. Damals war es nur ein Wunsch, der jetzt Wirklichkeit wurde. Die in den Kriegskämpfen 1945 zerstörte einstige preußische Festung Küstrin mausert sich immer mehr zur Touristenattraktion. Mitte Mai dieses Jahres wurde nun eine neue Anlegestelle für Boote und kleine Schiffe direkt an der Oder eröffnet. „Kurs auf die Festung!“ waren die Plakate für die Feier überschrieben, mit der die Stadt die neue Attraktion unterhalb des Katte-Walls in Betrieb nahm.

Anleger an der Festung Küstrin, Foto:RR

Auch das polnische Fahrgastschiff „Zefir“, das regelmäßig auf der Oder zwischen Kostrzyn über Frankfurt(Oder) und Eisenhüttenstadt bis Krosno Odrzanskie/Crossen a.d.Oder unterwegs ist, legt jetzt direkt an der alten Festung an. (Quelle MOZ)


Exkursion an die Elbe
Am 2. und 3. Mai 2017 fand in Usti nad Labem eine Exkursion sowie der Verkehrsausschuss der Kammerunion-Elbe-Oder (KEO) statt. Vorrangig Teilnehmern aus Deutschland und Polen bot sich bei der Fachexkursion ein spannender Einblick auf die Situation an der Elbe, im Raum Usti nad Laben und Decin. Jiri Aster, KEO Vize-Präsident, übernahm höchstpersönlich die Leitung dieser Exkursion.
Zunächst besichtigten alle Teilnehmer die Stelle an der Elbe, an welcher die geplante Staustufe Decin errichtet werden soll.

Universalhafen Decin, Foto: RR

Anschließend erfolgte ein Besuch bei der Hafenverwaltung der Sächsichen Binnenhäfen Oberelbe in Decin. Im Anschluss erfolgte eine Besichtigung des Universalhafen Děčín, der (6km Kaikante!) mit seiner zentralen Lage und der unmittelbaren Anbindung an das nationale Straßennetz sowie an das Schienennetz optimale Standortbedingungen im trimodalen Verkehr bietet.

Containerterminal Usti nad Labem, Foto: RR

Staustufe Usti nad Labem, Foto: RR

Im direkten Anschluss wurde der Hafen Usti nad Labem, sowie das Containerterminal in Usti nad Labem besucht. Weiterhin erfolgte eine Besichtigung der Staustufe in Usti nad Labem mit einer eindrucksvollen Führung, auch in den Maschinenraum.


Ausbaugesetz der Bundeswasserstraßen beschlossen (02.12.2016)
Am 02.12.2016 hat der Bundestag das erste Ausbaugesetz  für die Bundeswasserstraßen beschlossen. Das Ausbaugesetz ist die Untersetzung der Planungen aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 der in diesem Jahr beschlossen wurde. Für das Stromgebiet Oder-Havel sind die Vorhaben VDE17, Neubau Schiffshebewerk Niederfinow, Ausbau der Havel-Oder-Wasserstraße und die Schleuse Kleinmachnow enthalten. Nun gilt es diese Projekt auch zeitnah zu realisieren.


EMMA-KEO-Hauptstadtkonferenz (21.11.2016)
Die jährliche Hauptstadtkonferenz der Kammerunion Elbe/Oder (KEO) fand in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem EU-EMMA-Projekt am 21.11.2016 in Warschau statt. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem die Schifffahrt auf der Oder. So stellten u.a.  die Häfen in Stettin und Schwedt aktuelle Entwicklungen und dringend nötige Infrastrukturverbesserungen vor. Herr Klingen, Abteilungsleiter Wasserstraßen im Bundesverkehrsministerium (BMVI), machte deutlich, dass das BMVI an der Oder aktiver wäre, wenn aus der Region der politische Wille stärker artikuliert würde. Die vollständige Tagungsdokumentation finden Sie beim EMMA-Projekt.


Mitgliederversammlung des Odervereins (09.11.2016)
Am 09.11.2016 fand im Berliner Westhafen die Mitgliederversammlung des Vereins zur Förderung des Stromgebietes Oder/Havel e. V. statt. Neben den Regularien gab es den Gastvortrag von Sebastian Dosch vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde zum Wassertourismus in der Region Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern. Ausgangspunkt war die Vorlage des Wassertourismus-Konzepts des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Einen ausführlichen Bericht der Mitgliederversammlung finden Sie in unserem Newsletter 09/2016.


EMMA Bootstour von Schwedt nach Szczecin (13.09.2016)

Prof. Linde (mit Küstenmortorschiff im Hintergrund), Foto: L. Schrödter IHK Ostbrandenburg

Prof. Linde (mit Küstenmortorschiff im Hintergrund),  Foto: L. Schrödter IHK Ostbrandenburg

Im Rahmen des EMMA-Projekts zur Untersuchung und Verbesserung der
Binnenschiffahrtsbedingungen im Ostsee-Raum fand am 13.09.2016 eine Bootstour
von Schwedt über die Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße, die Westoder,
die Klützer Querfahrt und die Regalica nach Szczecin statt. Deutlich wurden in den
Vorträgen während der Fahrt die unterschiedlichen Auffassungen der deutschen und
der polnischen Seite zu den Zielen der künftigen Nutzung der Oder. Während die
polnische Regierung eine Herstellung der Wasserstraßen-Klasse IV plant, um die
Oder in das europäisch geförderte TEN-T-Netz zu bekommen, ist für die deutsche
Wasserstraßenverwaltung die Oder eine Rest-Wasserstraße, in die nicht investiert
wird. Unabhängig davon sollen die Baggerungen in der Klützer Querfahrt lt. Zusage
aus Polen bis 2021 abgeschlossen sein und Anfang 2017 mit den Arbeiten an der
Schwachstelle Reitwein begonnen werden. Für das ausgehandelte
Stromregelungskonzept sollen lt. Wasserstraßenverwaltung weitere rechtliche
Prüfungen zu Umwelt und FFH-Verträglichkeit erfolgen.


20. Internationale Oder/Havel-Colloquium
Das diesjährige Internationale Oder/Havel-Colloquium fand am 23.06.2016 in Slubice statt.
Die vollständige Veranstaltungsdokumentation finden Sie im „Archiv“.
Verhalten optimistisch zeigten sich die Teilnehmer des 20. Internationalen Oder/Havel-Colloquiums am 23.06.2016 im Collegium Polonicum der Europa-Universität in Slubice. Das Abkommen, das am 27.04.2015 in Warschau unterzeichnet worden war und das 22.10.2015 in Kraft trat, könnte der Startschuss einer neuen engeren deutsch-polnischen Zusammen-arbeit für die anstehenden Aufgaben sein, wurde sowohl von deutscher als auch von polnischer Seite betont.
Przemysław Żukowski, Polnisches Ministerium für See- und Binnenschifffahrt Quelle: B.Richter

Dazu gehört der Hochwasserschutz. Besonders für das Wintereis muss der Eisaufbruch für Eisbrecher gesichert sein. Außerdem soll der Dammsche See bei Stettin durch Ausbaggerung den Abfluss des Wassers verbessern. „Die im Abkommen vorgesehene Ausbaggerung der Klützer Querfahrt, die Fluss-/Seeschiffen die Fahrt bis zum Hafen Schwedt/oder ermöglicht, muss unbedingt vorgezogen werden“, fordert der stellvertretende Vorsitzende des Odervereins Horst Linde vor mehr als 40 Zuhörern.
Die Beseitigung der flachen Stellen auf der Stromoder wiederum würde weitaus verlässlicher als bisher für Großraum- und Schwerguttransporte sorgen. „Die Ladung ist vorhanden, die Binnenschifffahrt könnte sie übernehmen, wenn das Wasser auf dem Fluss das zulässt“, bekräftigte Robert Kopa von der BEST Logistics Sp. z o.o. in Stettin.
Dass Polen durchaus gewillt ist, der Binnenschifffahrt zu einer Renaissance auf der Oder zu verhelfen, zeigten die Ausführungen des Vertreters des polnischen Ministeriums für maritime Wirtschaft und Binnenschifffahrt Przemyslaw Zukowski. Er stellte im Rahmen des Colloquiums konkrete Projekte für die Verbesserung im Flussgebiet der Oder vor.
Die vollständige Veranstaltungsdokumentation finden Sie im „Archiv“.
Einen Überblick über die letzen 20. Colloquien haben wir anlässlich des Jubiläums für Sie zusammengestellt.  Zusammenfassung


Bundesverkehrswegeplan 2030
Der Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2030 ist Mitte März 2016 veröffentlicht worden. Zu den Wasserstraßen im Osten Deutschlands ist festzustellen, dass erfreulicherweise der Teltowkanal zur Netzkategorie C gehört und die Havel-Oder-Wasserstraße in den Vordringlichen Bedarf aufgenommen worden ist. Vordringlicher Bedarf bedeutet, dass es weitere Ertüchtigungsmaßnahmen bis 2030 geben wird. Der Ersatzneubau der Schleuse Kleinmachnow und die Spree-Oder-Wasserstraße sind zwar in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Für diese Bauwerke wurde nur ein weiterer Bedarf festgestellt. Das bedeutet, dass nicht vor 2030 mit Baumaßnahmen begonnen wird, sofern keine Gefährdungen an den Bauwerken eintreten.
Insgesamt stellt der Bundesverkehrswegeplan die Schifffahrt im Osten Deutschlands nicht zufrieden. Der Oderverein hat eine Stellungnahme erarbeitet und dem Bundesverkehrsministerium in Berlin zugeleitet. Von besonderer Bedeutung darin sind die Forderungen nach den vorgezogenen Ersatzneubauten für die Schleusen Kleinmachnow und Fürstenwalde sowie die Einstufung der Spree-Oder-Wasserstraße in die Kernnetzkategorie C.
Mit schlicht gesagt großer Verwunderung hat die interessierte Wirtschaft im Bundesverkehrswegeplan auf die Kosten-Nutzen-Untersuchung für den Ersatzneubau der Schleuse Fürstenwalde/Spree geschaut, der unter dem Faktor 1 liegen soll, obwohl Gutachten vorliegen, die einen Faktor 9 aufweisen. Mit einem einfachen „Taschenspielertrick“ hat das Ministerium alle bereits bestehenden und ausgebauten Schleusen in der Spree-Oder-Wasserstraße in die Kosten-Nutzen-Betrachtung einbezogen, die bei Schleusenparametern der Wasserstraßenklasse V natürlich erneut ausgebaut werden müssten, was den gesamten Aufwand enorm in die Höhe treibt. Die verladende Wirtschaft und die Binnenschifffahrt sind davon ausgegangen, dass allein die Schleuse Fürstenwalde/Spree ersetzt wird, was mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand möglich wäre. Die Veränderungen an den übrigen Schleusen sind von niemandem jemals gefordert worden. Die Zustand der Wasserstraße lässt unter den gegebenen Bedingungen wirtschaftliche Transporte zu, wenn der Ersatzneubau der Schleuse Fürstenwalde/Spree realisiert wird.
Mittlerweile ist der Bundesverkehrswegeplan 2030 überarbeitet und von der Bundesregierung beschlossen worden. Änderungen an den von uns kritisierten Bewertung der Schleusenvorhaben gab es nicht, demnach ist vor dem Jahr 2030 nicht der mit Planung und Realisierung der Bauvorhaben an den Schleusen Kleinmachnow und Fürstenwalde/Spree zu rechnen.

Der Verein setzt sich weiter für einen deutlich früheren Baubeginn ein, um die Perspektive für die Binnenschifffahrt und den Wassertoursimus in der Region langfristig zu sichern

Stellungnahme des Odervereins zum Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030


125 Jahre Oder-Spree-Kanal

Am 01.05.2016 war es so weit. Der Oder-Spree-Kanal beging den 125.Jahrestag der Eröffnung des Kanals. Im Rahmen des Oder-Spree-Kanal-Jubiläums hat die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg – in Zusammenarbeit mit unserem Verein – am 10.05.2016 eine deutsch-polnische Wassertourismuskonferenz in Eisenhüttenstadt veranstaltet. Einen kurzen Rückblick finden Sie hier.

Informationen rund um das Jubiläum des Oder-Spree-Kanals, wie zur Geschichte des Kanals, zu aktuellen Veranstaltungen und vielem mehr finden Sie beim Tourismusverband Seenland Oder-Spree unter: http://www.seenland-oderspree.de/Reisefuehrer/125-Jahre-Oder-Spree-Kanal .

Die Märkische Oderzeitung (MOZ) hatte am 14. Mai 2016 auch eine interessante Sonderbeilage der Zeitung zum Kanal-Jubiläum des Oder-Spree-Kanals herausgegeben.


Fahrgastschifffahrt auf der Oder

Zefir in Eisenhütttenstadt

Zefir in Eisenhütttenstadt Foto: RR

Die „Zefir“ verkehrt auch in diesem Sommer wieder auf der Oder. Besonders im letzten Jahr mussten auf Grund des fehlenden Fahrwassers viele Fahrten ausfallen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Saison wie vorgesehen durchgezogen werden kann. Den Fahrplan und die Fahrpreise finden Sie unter www.odra2014.pl/Files/files/Zefir-2016-DE-v2.pdf .


Wollen Sie mehr über uns erfahren, dann finden Sie hier den Informationsflyer des Vereins.

Flyer