Startseite

22.Internationales Oder/Havel-Colloquium fand am 19.06.2018 in Potsdam statt

Binnenschiff auf der Havel-Oder-Wasserstraße, Foto:RR

„Binnen- und Küstenschifffahrt ist praktizierter Umweltschutz!“ Unter dieser Überschrift stand das diesjährige Colloquiumin Potsdam. Aktuell wird allerorten die Verschmutzung der Luft diskutiert.
In der Veranstaltung wurden u.a. die Pläne der polnischen Regierung zur Nutzung der Flüsse unter Berücksichtigung der Umwelt und Naturbelange präsentiert. Neue Antriebsarten und Schiffstypen vorgestellt und die umweltpolitischen Herausforderungen an Hafenbetreiber erörtert. Abschließend wurde in einer Podiumsdiskussion  Vor- und Nachteile der Binnenschiffahrt und anderer Verkehrsarten besprochen. Ein ausführlicher Colloquiumsbericht folgt.

Anbei noch einmal der Einladungsflyer mit dem Programm.


Wasserwege von und zur Ostsee stärken –
EMMA/KEO-Konferenz am 21.02.2018 in Berlin

Podiumsdiskussion Foto: IHK OBB /NR

Im Februar fand eine hochkarätig besetzte und besuchte Konferenz zum EU-Projekt EMMA in den Nordischen Botschaften in Berlin statt. Mehr als 130 Teilnehmer aus acht Ländern tauschten sich über die Entwicklung der Wasserstraßen hin zur Ostsee und ins Binnenland aus. Die Herausforderungen für schiffbare Flüsse sind in den Nationalstaaten sehr verschieden: Johan Lantz aus Schweden war froh, dass durch EMMA eine belastbare Studie zum Eisgang erstellt werden konnte. Andrius Sutnikas aus Klaipeda beschrieb die mangelnde Modernität mancher litauischer Schiffe und Häfen, konnte aber auch ein LPG-betriebenes Binnenschiff vorstellen. Eine Vielzahl nationaler Vertreter verdeutlichte, warum Flussschifffahrt gestärkt werden soll. Kurt Bodewig, Anfang der 2000er Bundesverkehrsminister und heute Koordinator des transeuropäischen Verkehrskorridors zwischen Ostsee und Adria sagte: „Wir wollen ein nachhaltiges, grünes und digitales Verkehrsangebot für Europa. Deshalb brauchen wir die Binnenschifffahrt.“
Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider betonte, dass stets die verschiedenen Verkehrsträger, eben Straße, Wasser, Schiene zu verbinden seien. Es ginge auch darum, den Teufelskreis zu durchbrechen: ohne Infrastruktur keine Binnenschifffahrt – ohne Binnenschifffahrt keine Infrastruktur!
Die 3. Annual EMMA Conference findet am 6. November 2018 in Brüssel statt.


Konferenz zur Zukunft der Oder in Wroclaw/Breslau am 16.November 2017

Auf dem Bild u.a. Bürgermeister Michael Böttcher ( Gemeinde Letschin), Staatssekretärin Ines Jesse (MIL Brandenburg) und Minister Thomas Webel (MLV Sachsen-Anhalt) Foto: Klaus-Peter W. Hinz

Am 16.11.2017 fand in Wroclaw/Breslau die schon seit Längerem geplante Konferenz zur Zukunft der Oder statt, zu der das polnische Ministerium für maritime Wirtschaft und Binnenschifffahrt, das Binnenschiffahrtsamt Wroclaw/Breslau, die Wojewodschaft Niederschlesien, die Technische Universität Wroclaw/Breslau und die Kammerunion Elbe/Oder (KEO) eingeladen hatte. Eine besondere politische Wertschätzung fand die Veranstaltung durch die Anwesenheit von Staatssekretärin Anna Moskwa aus dem Ministerium in Warschau sowie die Verkehrsminister aus Sachsen-Anhalt, Thomas Webel, und die Staatssekretärin aus dem Infrastrukturministerium des Landes Brandenburg, Ines Jesse. Weitere hierzu Informationen finden Sie unter Aktuelles.


Das 21. Internationale Oder/Havel-Colloquium fand am 13. September 2017 in Schwedt/Oder statt. Das Thema lautete:  „Container und Regionalentwicklung im Revier Oder/Havel/Elbe“

Podiumsdiskussion, Foto: IHK Ostbrandenburg

Das Colloquium fand in Kooperation mit dem INTERREG Baltic Sea Region Project EMMA statt und wurde damit auch international aufgewertet.

Der Container und der Transport von Containern vorrangig mit dem Binnenschiff standen im Mittelpunkt des Colloquiums. Hier hat sich in den letzten Jahren viel entwickelt. Einige Binnenhäfen der Region planen neue Aktivitäten und auch im Seehafen Szczecin hat der Container eine bedeutende Position in der dortigen Umschlagtätigkeit gewonnen. Das Colloquium hat eine Bestandsaufnahme der jetzigen Situation vorgenommen und u.a. mit dem Beispiel Schweden neue Wege aufgezeigt.

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Die Colloquiumsdokumentation wird derzeit erstellt und wird ist dann, wie gewohnt, hier auf der Seite des Odervereins zu finden.


25 Jahre Oderverein

Teilnehmer der Jubiläumsfahrt, Foto: Horst-Christian Knoll

Am 23.01.1992 ist der Verein zur Förderung des Oderstromgebietes e. V., jetzt Verein zur Förderung des Stromgebietes Oder/Havel e. V., in Frankfurt (Oder) gegründet worden. Damit kann der Verein in diesen Jahr auf sein 25jähriges Bestehen zurückschauen.
Dies nahm der Verein zum Anlass mit einigen Gründungsmitgliedern und Wegbegleitern der letzten 25. Jahre, auf einer Jubiläumsfahrt am 9. Mai 2017, die Geschichte und Zunkunft des Vereins zu beleuchten.

Vorstand des Odervereins im Jahre 1992, den Vorsitz übernahm Peter Eichler (3.v.r.) Quelle: IHK Ostbrandenburg

Von besonderer Bedeutung wurde in der Vereinsgeschichte die Organisation der internationalen Oder- bzw. Oder/Havel-Colloquien, von denen bis 2016 zwanzig stattgefunden haben. Die Colloquien haben wechselseitig in Deutschland und in Polen getagt und sich dabei den Fragen der Schifffahrt auf der Oder und ihren Nebenflüssen und Kanälen gewidmet. Drei Colloquien hatten den Wassertourismus im Mittelpunkt. Der Oderverein wird die Oder als Wasserweg im Auge behalten und die Politik auf der deutschen wie auf der polnischen Seite immer wieder darauf ansprechen. Seit der Neuausrichtung der Politik in Polen hat die Wasserstraße Oder auch dort wieder an Bedeutung gewonnen. Das gemeinsame Ziel aller Freunde der Oder wird die Aufnahme des gesamten Flusses in die europäischen TEN-T-Netze bei der Neubewertung im Jahr 2022 sein. Daran wird der Oderverein in den nächsten Jahren mitarbeiten.


Nachtrag zum Wassertourismus-Colloquium in Kostrzyn n.O./Küstrin
2010 fand das 14. Internationale Oder/Havel-Colloquium zum Thema Wassertourismus in Kostrzyn/Küstrin statt. Damals war es nur ein Wunsch, der jetzt Wirklichkeit wurde. Die in den Kriegskämpfen 1945 zerstörte einstige preußische Festung Küstrin mausert sich immer mehr zur Touristenattraktion. Mitte Mai dieses Jahres wurde nun eine neue Anlegestelle für Boote und kleine Schiffe direkt an der Oder eröffnet. „Kurs auf die Festung!“ waren die Plakate für die Feier überschrieben, mit der die Stadt die neue Attraktion unterhalb des Katte-Walls in Betrieb nahm.

Anleger an der Festung Küstrin, Foto:RR

Auch das polnische Fahrgastschiff „Zefir“, das regelmäßig auf der Oder zwischen Kostrzyn über Frankfurt(Oder) und Eisenhüttenstadt bis Krosno Odrzanskie/Crossen a.d.Oder unterwegs ist, legt jetzt direkt an der alten Festung an. (Quelle MOZ)


Exkursion an die Elbe
Am 2. und 3. Mai 2017 fand in Usti nad Labem eine Exkursion sowie der Verkehrsausschuss der Kammerunion-Elbe-Oder (KEO) statt. Vorrangig Teilnehmern aus Deutschland und Polen bot sich bei der Fachexkursion ein spannender Einblick auf die Situation an der Elbe, im Raum Usti nad Laben und Decin. Jiri Aster, KEO Vize-Präsident, übernahm höchstpersönlich die Leitung dieser Exkursion.
Zunächst besichtigten alle Teilnehmer die Stelle an der Elbe, an welcher die geplante Staustufe Decin errichtet werden soll.

Universalhafen Decin, Foto: RR

Anschließend erfolgte ein Besuch bei der Hafenverwaltung der Sächsichen Binnenhäfen Oberelbe in Decin. Im Anschluss erfolgte eine Besichtigung des Universalhafen Děčín, der (6km Kaikante!) mit seiner zentralen Lage und der unmittelbaren Anbindung an das nationale Straßennetz sowie an das Schienennetz optimale Standortbedingungen im trimodalen Verkehr bietet.

Containerterminal Usti nad Labem, Foto: RR

Staustufe Usti nad Labem, Foto: RR

Im direkten Anschluss wurde der Hafen Usti nad Labem, sowie das Containerterminal in Usti nad Labem besucht. Weiterhin erfolgte eine Besichtigung der Staustufe in Usti nad Labem mit einer eindrucksvollen Führung, auch in den Maschinenraum.


Fahrgastschifffahrt auf der Oder

Zefir in Eisenhütttenstadt

Zefir in Eisenhütttenstadt Foto: RR

Die „Zefir“ verkehrt auch 2018 wieder auf der Oder. Nachdem auch im letzten Jahr Fahrten auf Grund des fehlenden Fahrwassers ausfallen mussten, bleibt zu hoffen, dass in dieser Saison wie vorgesehen gefahren werden kann.
Den Fahrplan und die Fahrpreise finden Sie unter www.oder2014.de .


Wollen Sie mehr über uns erfahren, dann finden Sie hier den Informationsflyer des Vereins.

Flyer