Terminvormerkung Colloquium 2026
Das 30. Internationale Oder-Havel-Colloquium wird für den 14.10.2026 geplant, bitte merken Sie sich den Termin schon einmal vor.
Ausbau der Südstrecke des Havelkanals (Teilprojekt VDE 17)
Beantragung des Planfeststellungsverfahrens
Fast 35 Jahre nach dem Beschluss der damaligen Bundesregierung vom 19. April 1991 zur Realisierung der 17 Verkehrswegeprojekte Deutsche Einheit (VDE), hat das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin (WNA) heute den Antrag auf Planfeststellung für den letzten Streckenabschnitt zum Ausbau des Havelkanals von HvK km 22,9 bis km 33,8 gestellt. Es handelt sich zugleich um das letzte Planfeststellungsverfahren für das gesamte VDE 17 (Ausbau der Wasserstraßenverbindung von Hannover nach Berlin).

Aus diesem Anlass überreichte Rolf Dietrich als Leiter des WNA Berlin symbolisch je einen Abdruck des Planfeststellungsantrages an Holger Schreiber als Bürgermeister der Gemeinde Wustermark und Klaus Pietack als Geschäftsführer der HavelPort Berlin GmbH und bedankte sich für deren langjährige und vorbehaltlose Unterstützung bei der Genehmigungsplanung.
„Die Umsetzung von Infrastrukturausbauvorhaben in Deutschland ist immer noch eine Generationenaufgabe,“ sagte Rolf Dietrich. „Ich freue mich sehr, dass wir nun auch dem öffentlich zugänglichen Binnenhafen Havelport Berlin im GVZ Berlin-West-Wustermark endlich eine konkrete Perspektive für einen vollwertigen Anschluss an das transeuropäische Binnenwasserstraßennetz aufmachen können.“

„Wir begrüßen diesen wichtigen und abschließenden Ausbauschritt ausdrücklich, da er unseren Binnenhafen sowie die Wasserstraße insgesamt stärken wird. Dadurch können künftig deutlich größere Schiffe hier anlegen, was auch aus ökologischer Sicht sehr sinnvoll wäre. Darüber hinaus würde in diesem Zusammenhang ein Radweg zwischen Wustermark Ort und unserem GVZ-Bereich entstehen, der bereits seit Langem gewünscht wird. Insgesamt bedeutet dies in zweifacher Hinsicht eine deutliche Stärkung unserer Infrastruktur.“ So Holger Schreiber, Bürgermeister der Gemeinde Wustermark (parteilos).
Die Bauausführung für den knapp 12 Kilometer langen Streckenabschnitt soll im Zeitraum 2029 bis 2033 erfolgen. Die zuletzt kalkulierten Bauausgaben in Höhe von 70 Mio. Euro finanziert der Bund. Trotz seiner langen Laufzeit befindet sich das VDE 17 damit immer noch im Rahmen der im Jahr 1991 mit rd. 4 Mrd. DM vorgegebenen Zielkosten.
Fahrrinnenanpassung an der Berliner Nordtrasse (Teilprojekt VDE 17)
Bauauftrag für das zweite Baulos an der Havel erteilt
Das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin (WNA Berlin) hat am 18.03.2026 den Bauauftrag für den zweiten Teilabschnitt zur Fahrrinnenanpassung an der Berliner Nordtrasse vergeben. Beauftragt wurde eine Arbeitsgemeinschaft aus den Unternehmen Züblin Spezialtiefbau GmbH, Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co.KG und Otto Mette Wasserbau GmbH & Co.KG.
Das Ausbauvorhaben wurde mit Planfeststellungbeschluss 3700P-143.3/Pro57 der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt vom 01.03.2018 genehmigt. Die Bauausführung soll in insgesamt vier Baulosen erfolgen und bis zum Jahr 2030 abgeschlossen werden. Insgesamt investiert der Bund rd. 58 Mio. € in das Bauvorhaben.

Einfahrt Pichelsdorfer Gmünd zur Spandauer Havel
Foto: Wasserstraßen-Neubauamt Berlin
Mit dem jetzt beauftragten rund drei Kilometer langen Ausbauabschnitt im Bereich der Havel zwischen der Schulenburgbrücke und den Havelseen werden die vorhandenen Liege- und Wartestellen sowie die Uferbereiche entsprechend den Anforderungen der modernen Binnenschifffahrt ertüchtigt, sodass zukünftig bis zu 185 m lange Güterschiffe zumindest im Richtungsverkehr den Bereich durchfahren können.
Unter Kostenteilung mit dem Bezirksamt Spandau wird des Weiteren an der Spreemündung ein ca. 100 m langer Abschnitt der Ufereinfassung am Stresowufer so umgebaut, dass Platz für eine im Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) des Bezirkes vorgesehene Liegestelle für ein Restaurantschiff geschaffen wird.
Auch im zweiten Baulos werden insgesamt vier ingenieurbiologische Flachwasserzonen neu geschaffen, um Eingriffe in die Ufervegetation zu vermeiden und um eine nachhaltige Verbesserung des ökologischen Zustands der Havel zu erreichen.
Die Bauzeit für das Baulos 2 wird 30 Monate betragen.
Fahrrrinnenanpassung an der Berliner Nordtrasse von VDE 17 – Verkehrsfreigabe für das Baulos 1 – Spandauer Horn“
Am 12.02.2026 erfolgte die letzte Abnahme für das von einer Arbeitsgemeinschaft der Unternehmen Züblin Spezialtiefbau GmbH, Johann Bunte Bauunternehmung SE & Co.KG, Otto Mette Wasserbau GmbH & Co. KG und PORR Spezialtiefbau GmbH bauausgeführte Baulos 1 zur Fahrrinnenanpassung an der Berliner Nordtrasse (Teilprojekt des VDE 17). Mit dem Einziehen der Fahrrinnentonnen wurde der umgebaute Bereich der Spreemündung für den Verkehr freigegeben.
Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Newsletter 2/2026.

Colloquiumsbericht 2025
Die Dokumentation des 29. Internationalen Oder-Havel-Colloquiums ist jetzt abrufbar.
Mitgliederversammlung 26.11.2025
Die Mitgliederversammlung hat erfolgreich im Außenbezirk Potsdam des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Spree-Havel stattgefunden. Auf der Tagesordnung standen u.a. die Wahlen zum Vorstand des Vereins. Eines der Gründungsmitglieder des Odervereins im Jahr 1992 war und ist Professor Horst Linde, früher selbst langjähriger Vorsitzender des Vereins. Prof. Linde hatte angekündigt, sich aus der Vorstandsarbeit zurück zu ziehen. Er werde aber für die wissenschaftliche Begleitung des jährlichen Colloquiums, dessen 30. Auflage für das Jahr 2026 ansteht, weiterhin zur Verfügung stehen. Die Wahl des Vorstandes ergab eine Wiederwahl der bisherigen Mitglieder Burkhard Knuth, Gerhard Ostwald und Guido Noack. 
Internationales Oder-Havel-Colloquium 2025

Das diesjährige 29. Internationale Oder/Havel-Colloquium fand am 15. Oktober 2025 in Stralsund statt. Das Colloquium stand unter dem Motto: „Seeschifffahrt · Küstenschifffahrt · Seehäfen und Binnenschifffahrt im Ostseeraum“.
Im Programm- & Einladungsflyer können Sie sich über den Inhalt informieren, die Dokumentation der Vorträge wird in den kommenden Wochen zusammengestellt und hier schnellstmöglichst veröffentlicht.
Internationales Oder-Havel-Colloquium 2024
Am 16.10.2024 fand das 28. Internationale Oder-Havel-Colloquium in Stettin mit mehr als 50 Teilnehmern statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema: „Die Oder als Wasserlieferant und Schifffahrtsweg – Perspektiven und Interessenlagen in Polen und in Deutschland“.
Die Referenten kamen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft – vom polnischen Infrastrukturministerium bis zum Deutschen Wetterdienst.
Ergebnis der Veranstaltung ist: Umweltschutz und Binnenschifffahrt schließen sich nicht aus – Wassermanagement wird für beide Bereiche immer wichtiger.
Eine vollständige Dokumentation finden Sie wie gewohnt im Archiv unser Homepage.






Fotos: RR
Veranstaltungsflyer deutsch
Veranstaltungsflyer polnisch
Freie Fahrt – Verkehrsfreigabe auf dem Oder-Havel-Kanal

Am 03.06.2024 wurde bei Finowfurt ein erster Abschnitt der ausgebauten Dichtungsstrecke freigegeben. Hier wurde zwischen Eberswalde und Marienwerder auf knapp 8 km die Wasserstraße verbreitert, vertieft und auslaufsicher ausgebaut.
Der erste Spatenstich dazu erfolgte im Juni 2019, trotz Corona und weiterer Krisen konnte die Übergabe gut zwei Jahre früher als geplant erfolgen.
Mit der Baumaßnahme verbessert sich die Leistungsfähigkeit der Oder-Havel-Wasserstraße zwischen dem westeuropäischen Wasserstraßen- und Kanalnetz und der Ostsee. Weitere Ausbaumaßnahmen stehen für die Zukunft noch an.
